Über diesen Blog…

Hervorgehoben

Folgen Sie unserem BDSM Blog auf die schmerzhafte Seite des Lebens. Begleiten Sie uns in die verschlossene und geheimnisvolle Welt des BDSM und Sadomasochismus. Werfen Sie einen Blick auf den unstillbaren Durst nach Schmerz, Unterwerfung, Dominanz und sexueller Erfüllung.

Wir sind Nadine und Xander und wir möchten Ihnen in diesem Blog über unsere Erfahrungen aus einer für die meisten Menschen unbekannten Welt berichten.

Lernen Sie die erregende Seite des Rohstocks verstehen und begreifen, dass wir weder verrückt, noch böse oder gefährlich sind, sondern einfach unsere Art zu leben genießen.

In diesem Blog dreht sich alles um BDSM, um Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism.

Alles was Sie in unserem Blog lesen, hat sich so – einvernehmlich zwischen den beteiligten –  zugetragen, wobei Namen und Orte frei erfunden sind um unsere Privatsphäre zu schützen.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie uns gerne eine Nachricht zukommen lassen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Anregung beim Lesen.

Dini und die Hupe des Teufels

Es war einer der öden Tage, an denen mein Liebster zusammen mit seinen Freunden in der Werkstatt war und sie an alten schmutzigen Autos arbeiteten, dabei Musik hörten und sich gegenseitig mit Sprüchen und Witzen triezten. Da es einfach kein guter Tag zum Shoppen war, weil keine meiner Freundinnen Zeit hatte, beschloss ich mitzufahren. Doch schon nach kurzer Zeit bereute ich meinen Entschluss. Es war langweilig und laut und schmutzig und ich konnte rein gar nichts machen. Ich versuchte verzweifelt die Zeit sinnvoll zu nutzen, doch war ich es nach einer Weile leid und schlich durch die Werkstatt.

Alles war voller seltsamer Maschinen und Werkzeuge. Teile von Autos stapelten sich in Regalen an den Wänden und einiges sah so seltsam aus, dass ich es genauer betrachten wollte. Doch nach dem ich das erste Teil angefasst hatte, stellte ich mit mittlerem entsetzen und leise fluchend, damit es niemand mitbekommt fest, dass ich direkt in etwas eklig ölig schmieriges irgendwas gefasst hatte. Ich kniff die Augen zusammen und stapfte leise, damit niemand meinen Fauxpas mitbekommt, Richtung Waschbecken. Natürlich ging das komische Zeugs nicht richtig ab, sondern verteilte sich noch weiter auf meiner Hand. Ich ließ den Kopf in den Nacken fallen und fluchte mit mir selbst, wieso ich bloß mitgekommen war.

Nachdem ich meine Hände irgendwann wieder einigermaßen gereinigt hatte, war ich sehr vorsichtig und bewegte mich noch leiser durch den hinteren Teil der Werkstatt. Nach einer Weile entdeckte ich eine Hupe, die an eine Spraydose hing, wie ich sie mal in einem Video Weiterlesen

Das andere Verständnis von Freiheit

Anlässlich der am letzten Freitag (19.05.17) geführten Debatte des deutschen Bundestags über das „Netzdurchsetzungsgesetz“, das in seiner derzeitig zur Diskussion stehenden Fassung wohl viel der verbliebenen Redefreiheiten im deutschsprachigen Internet ersticken wird, ein paar Gedanken.

Nach aktuellen Vorstellungen soll das „Internet“ den Landesmedienanstalten unterstellt werden und entsprechend wie Presseerzeugnisse von diesen kontrolliert und reglementiert werden. Insbesondere sollen Soziale Netzwerke dazu gezwungen werden, gegen sogenannte „Hate Speech“ und „Fake News“ vorzugehen. Werden Inhalte von Nutzern als eben solche bei den Plattformen gemeldet, müssen diese je nach Einordnung, mit einer Frist zwischen 1 und 7 Tagen gelöscht werden, oder es droht ein hohes Bußgeld. Dabei ist das Gesetz sehr weich gefasst, so dass wohl viele legale Inhalte präventiv gelöscht werden müssen und auch eine Möglichkeit der Richtigstellung fälschlich als illegal bezichtigter Inhalte und einer Sanktionierung von Falschmeldern ist nicht vorgesehen. Des Weiteren soll ein Auskunftsanspruch geschaffen werden, der die Möglichkeit schaffen würde, dass wir z.B. die Urheber von Kommentaren verifizieren müssten und auf einfache Anfrage die Entsprechenden Daten herausgeben müssen, selbst dann, wenn die zu Grunde gelegten Anschuldigungen an den Haaren herbei gezogen sind.

Deutschland besitzt schon heute sehr viele Gesetze, die für einen Amerikaner wie mich sehr befremdlich und einschränkend wirken. Wenn man aus einem Land kommt, in dem Meinungsfreiheit ein echtes Gut ist, als etwas Leben und die Freiheit definierendes, so ist schon heute eine Diskussion in Deutschland nur mit inneren Schranken und Denkverboten möglich. Ich führe mit Deutschen keine Diskussionen mehr über die Redefreiheit, da das Grundverständnis einfach ein anderes ist und die meisten Menschen Weiterlesen

Unsichtbare Monster die einen jagen

Mit großem Elan sitzt man vor einem leeren Dokument und beobachtet den blinkenden Cursor. Bereit, voller Lust zu schreiben, aber mit jeder Zeile die man verfasst, fühlt man, wie der Geist aus den Sätzen verschwindet. Wie aus Gedanken einzelne Wörter werden. Eine seltsame leere hindert die Hände daran, weiter zu tippen.

Es ist schwer zu beschreiben, aber es verfliegt die Lust. Ich hätte nie gedacht, dass ein einziges so banales Ereignis solchen Einfluss auf mich – auf uns – hat. Das ein Mensch durch einfaches Androhen etwas über uns der Allgemeinheit preiszugeben mir die Lust an einer Sache rauben kann. Drohungen sind mächtige Waffen.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich vielleicht weit weniger mit meiner Neigung vertraut bin, als ich mir selbst einrede. Ich habe mir oft die Frage gestellt, wieso es mich die Vorstellung so belastet, wieso ich nicht darüber stehen kann. Sollte es mir, wie einigen anderen, einfach egal sein? Das Leben geht weiter – so oder so – das ist mir durchaus bewusst. Aber es ist etwas anderes, das mich umtreibt. Es ist der Verlust an Selbstbestimmung.

So sehr ich auf der einen Seite devot sein mag, so wenig bin ich es im Alltag. Durch die Drohung Dinge aus meinem devoten Bereich öffentlich zugänglich zu machen, vermischt Weiterlesen

Happy New Year

happynewyear2017Liebe Leserinnen und Leser,

wir wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr und das 2017 für euch von vielen Erfolgen, neuen Freundschaften und lieben Menschen begleitet wird.

Wir haben uns wirklich sehr über die große Anteilnahem an unseren Problemen und das große Verständnis dafür, dass wir 2016 kaum geschrieben haben gefreut. Es hat auch einmal mehr gezeigt, dass die allermeisten Menschen dir wir über unseren Blog kennenlernen durften sehr liebe und herzliche Menschen sind.

Wir haben uns dieses Jahr entschieden, dass wir eine kleine Party für ein paar Freunde machen und gemeinsam das neue Jahr genießen. Ich hoffe ihr feiert auch alle schön 🙂

Liebe Grüße

Nadine

Die Drohung mit dem Outing

dark_dangerVor einer ganzen Weile wurde einem guten Freund von uns mit einem Zwangsouting gedroht, wenn er nicht gewisse Dinge tun würde. Diese Drohung war ein wenig verklausuliert, aber sehr deutlich und gewissermaßen sekundär auch an uns gerichtet. In der Folge, haben wir uns nach längerem Abwägen eine Auszeit genommen und darüber nachgedacht, was uns das Bloggen bringt und ob es uns die Sache wert ist.

Es ist uns nicht leichtgefallen mit der Situation umzugehen, besonders, weil die Person die die Drohung aufgestellt hat nach eigener Aussage, bereits in der Vergangenheit einen Menschen geoutet hat.

Ein Zwangsouting, also das Offenlegen unserer sexuellen Neigung vor unserer Familie, unseren Freunden und unserem beruflichen Umfeld, wäre für uns mit einigen Einschnitten in unserem Freundeskreis, unseren beruflichen Möglichkeiten und sicherlich einigen privaten, wie finanziellen Nachteilen verbunden. Weiterlesen

Frohe Weihnachten

frohe Weihnachten

Liebe Leser,

wir wünschen euch besinnliche Weihnachtstage, die ihr hoffentlich im Kreis eurer engsten Freunde und Familie verbringen dürft. Nach der turbulenten Zeit der Weihnachtseinkäufe, der quälenden Fragen, was man bloß verschenken soll und der Phase in der man die Hoffnung schon fast aufgegebenen hat, dass die Post wirklich noch vor Weihnachten die Pakete liefert, folgt nun der schöne Teil.

Wir hoffen, dass ihr das Jahr vollumfänglich genießen konntet. Tolle Menschen kennengelernt habt, gute Erfahrungen machen durftet und neue Fähigkeiten euer Eigen nennt. Wir selbst haben ein sehr ereignisreiches bis chaotisches Jahr erlebt und werden euch in den kommenden Tagen ein paar Anekdoten erzählen, damit die Zeit zwischen den Jahren nicht zu langweilig wird.

Wir alle wünschen euch frohe Weihnachten.

Natalia, Manu, Xander und Nadine

Wie man einen Deep Throat Blowjob lernt

bananatimeEin Deep Throat, also die vollständige Aufnahme es Penis in den Mund beim Blasen ist für viele Männer eine ziemlich luststeigernde Fantasie. Durch das tiefe eindringen in die Kehle wird ein besonderes Gefühl erzeugt, dass viele Männer sehr schätzen. Jedoch ist es für die (den) blasenden gar nicht so leicht und erfordert einige Übung, damit es zu einer für beide angenehmen Erfahrung wird. Denn um den Penis so tief in den Mund einzuführen muss der Würgerefflex überwunden werden.

Mit etwas Training ist es jedoch möglich, den Würgerefflex soweit zu unterdrücken, dass diese Sexualpraktik ohne unangenehme Nebenwirkungen möglich ist. Dabei muss man sich jedoch bewusst sein, dass durch die Verminderung des Würgerefflex eine gewisse Gesundheitsgefahr besteht, wenn man sich z. B. beim Essen verschluckt. Daher finde ich es wie bei jeder anderen Sexualpraktik wichtig, dass man sich ausschließlich aus eigener Motivation mit dem Thema beschäftigt und sich nicht durch seinen Partner unter Druck setzen lässt. Allerdings beherrscht Natalia auch den Deep Throat und als Ärztin ist sie bei vielen Dingen sehr auf ihre Gesundheit bedacht, sodass das Risiko wohl überschaubar ist.

Ein Partner, der einen liebt und als Mensch schätz und respektiert, wird immer Rücksicht nehmen, wenn einem eine Praktik nicht gefällt und einen nicht dahingehend unter Druck setzen, sie doch zu versuchen. Wenn es anders ist, solltet ihr eure Beziehung wirklich auf den Prüfstand stellen. Die eigene Sexualität erfährt und genießt man am Ende doch nur, wenn man sich wohlfühlt und nicht unter druck durch einen anderen.

Deep Throat Trockenübungen

Ich persönlich beherrsche diese Technik seit Jahren und mag den Deep Throat ziemlich Weiterlesen

Wenn das Leben in tausend Stücke zerspringt (erster Beitrag von Manu)

Mein ganzes Leben habe ich die Werte gelebt, die mir meine Eltern mit auf den Weg gaben. Das alle Menschen gleich sind, das jeder Mensch wichtig ist, das man jeden Menschen mit Respekt behandelt und wir glücklicherweise in einem Land leben, in dem Mann und Frau gleichberechtigt zusammenleben.

Ich hatte schon immer ein starkes Gerechtigkeitsempfinden und konnte es nie leiden, wenn jemand seine stärke gegenüber einem Schwächeren zur Schau stellte. Ich habe immer versucht mein Leben zum Wohle vieler und nicht nur zu meinem eigenen Vorteil zu leben. Doch da gab es auch immer dieses dunkle Verlangen, dass ich hörte, wenn ich mit meinen Gedanken alleine war und tief in mich hinein lauschte.

Eine Lust, die mit meinen eigenen Werten, meinen Überzeugungen zu kollidieren schien. Eigenartige Gedanken, von Frauen, Ketten, Käfigen und Schmerz machten sich über meine erotische Gedankenwelt her und ließen mich unsicher, wie ich damit umgehen sollte zurück.

Für mich war immer klar, dass ich nie einem anderen schaden wollte und so versuchte ich, meine Gedanken zu zerstreuen. Ich begann zu klettern, lernte Motorradfahren, stürzte Weiterlesen

Hass und Wut in einer BDSM Session

Vor einigen Tagen erreichte mich die Nachricht einer Leserin, die mich fragte, wie ich mit Hass- und Wutgefühlen in einer Session umgehe. Genauer stellte sie die Frage, ob ich manchmal wirklich Hass in einer Session empfinde und wie ich damit umgehe, ohne wie sie in solchen Momenten aus der Fantasie katapultiert zu werden.

„Du schreibst in 2 Beiträgen 2013 von Hassgefühlen während der Session. Später schreibst du nur mehr von Wut. Sind das wirklich deine Gefühle oder ist es der Dramaturgie geschuldet? Manchmal machen sich meine Fantasien selbstständig und dann passieren Dinge, die ich mir eigentlich nicht wünsche und dann bekomme ich sofort Hassgefühle, die mich aber aus der Fantasie werfen. Wie lässt sich das mit Hingabe und Demut vereinbaren?“

Ich glaube, dass es in einer normalen Session keine Hass oder Wutgefühle geben sollte. BDSM ist ein Gemeinsames Spiel, dessen Rahmen und Grenzen man zuvor festgelegt hat. Ich selbst mag es nicht, wenn ich das, was passieren wird im Vorfeld kenne, sondern mir ist es lieber, wenn ich mich mit der quälenden Frage, was kommen wird oder wie lange ich warten muss, in meinem Kopf auseinandersetzen kann und es so Teil der Dramaturgie der Session wird.

Dennoch haben wir Regeln und Grenzen, in denen wir uns bewegen und innerhalb derer ich weiß, auf was ich mich einlasse. BDSM ist immer auch ein Spiel mit Gefühlen. Sich einem Anderen zu unterwerfen erfordert, dass man ein Stück aus dem Alltag aussteigt Weiterlesen

Das Fesselnde der Ungewissheit

treppeMit einer seltsamen Gefühlsmischung aus Vorfreude und Schiss begebe ich mich auf den Weg zu meinem Spielpartner. Ich betrachte mein Spielgelbild im auf dem Gleis vor mir einfahrenden ICE. Blicke einen Moment meine im Wind in mein Gesicht wehenden blonden Haare an und lasse meine Augen langsam meinen Körper hinabgleiten während ich meine Haare aus dem Gesicht fische.

Ich greife nach meinem kleinen Koffer und steige mit festen Schritten, die den Boden unter meinen Stiefeln zu erzittern scheinen, in den Zug. Ich setze mich auf einen der Stühle bei denen man sich immer fragt, wie viele Menschen schon vor einem den Kopf an die hellblaue Lehne gedrückt haben und versinke in Gedanken was am Wochenende wohl passieren wird, während der Zug langsam und fast geräuschlos beschleunigt. Ich bin auf dem Weg zu einem Mann, ohne zu wissen, was genau er mit mir vorhat, ohne jede Kontrolle, ohne einen Plan und doch kann ich mich entspannen und lasse mich begleitet von Musik über die Gleise treiben, während die kleinen Städtchen sich vor dem Fenster mit Feldern abwechseln.

Endlich wird mein Ziel angekündigt und während ich nach meinem Koffer greife, spüre ich wie meine Beine doch ein wenig weich werden wollen. Ich taste mich an der Wand des Gangs entlang und die Minuten bis der Zug endlich den Bahnhof erreicht scheinen gar nicht vergehen zu wollen. Die Türe öffnet sich und mit ihr beginnt mein Herz zu rasen. Vorsichtig trete ich auf den Bahnsteig, umringt von in alle Richtungen um mich strömende Menschen blicke ich mich um, doch kann meinen Partner nirgendwo entdecken. Ich ziehe meinen Koffer hinter mir her und bewege mich langsam in Richtung der Treppe hinab vom Bahnsteig, während sich die Menschen vor mir plötzlich wie Wasser in einem Fluss um einen Stein in zwei Ströme aufteilt. Ich blicke auf und Manu direkt in die Augen. Er grinst leicht und nimmt mich in den Arm. Ich fühle, wie bei seiner Berührung, meine ganze Nervosität von mir abfällt und ich genieße es, einen Moment an seiner Schulter zu liegen, bevor wir gemeinsam den Bahnsteig verlassen.

Wir unterhalten uns, als würden wir uns schon ewig kennen, dabei sehen wir uns erst das Weiterlesen