D for Discipline

Ich stand in der Ecke, den Blick gesenkt, meine Füße schmerzten, mein Nacken schmerzte, mir war kalt. Es war eine innere Überwindung stehen zu bleiben. Ich stand eine gefühlte Ewigkeit in dieser Ecke. Ich hasste diese Ecke. Ich war in diese Ecke beordert worden, es mussten Stunden vergangen sein. Ich kämpfte mit mir, sollte ich stehen bleiben oder nicht, ich hatte das Gefühl vergessen worden zu sein. Ich lagerte das Gewicht von einem Fuß auf den anderen, ich massierte meine Oberschenkel. Nichts half. Mir quollen Tränen in die Augen, ich schluchzte.

Ich spürte seine Hände auf meinen Schultern, er war direkt hinter mir, ich wusste nicht wie lange, ich wusste nicht wie er hinter mich gekommen war. Ich fühlte seine warme Hand meine Rücken hinuntergleiten, er streichelte über meine Oberschenkel. Er küsste meine Hals. Er zog mich aus.

Ich vergas meine Schmerzen, ich hatte durchgehalten, ich war stolz auf mich und ich fühlte seine Zufriedenheit, langsam dreht er mich in seine Richtung, seine Hände fassten meinen Kopf und ich sah auf. Er sah mir direkt in die Augen, küsste mich und trug mich in sein Schlafzimmer.  Ich fügte mir keinen Schmerz zu in dieser Nacht.

Nadine

 

Discipline dreht sich um Rollenspiele bei denen dem Bottom Verhaltensvorschriften gemacht werden. Jede Zuwiderhandlung wird durch Bestrafung sanktioniert.

Bei den Verhaltensvorschriften kann es sowohl um körperliches Verhalten handeln wie etwa dem Sub dazu zu bringen permanent auf den Boden zu sehen,  als auch um äußere Dinge wie Kleidung handeln, die der Bottem tragen muss.

Bei solcher Kleidung kann es sich beispielsweise um das Laufen mit sehr hohen Absätzen handeln, was nicht nur zu einem unsichereren Stand, sondern auch die Bewegungsmöglichkeiten einschränkt und nach einiger Zeit sehr unangenehm bis schmerzhaft werden kann. Ein weiteres typisches Kleidungsstück ist ein Korsett, was je nach Länge nicht nur zu einem aufrechten Gang führt sondern auch das Bücken unmöglich machen kann und wenn es bis zu über die Oberschenkel reicht, ein sogenanntes Korsettkleid, kann es den Bottem zum stehen zwingen. Daneben wird die Atmung eingeschränkt und jede körperliche Belastung ist kaum zu ertragen.

Die vorgeschriebene Kleidung kann aber auch einfach die eigenen Vorstellungen reizen oder wie etwa ein sehr kurzer Rock, der ständig verrutscht, den Bottem öffentlich demütigen. Daneben gibt es auch Möglichkeiten, den Bottom seine Position jederzeit bewusst spüren zu lassen ohne dass dies öffentlich auffällt. Etwa durch drückende oder reizende einlagen in der Unterwäsche, durch ein bestimmtes Symbol oder durch den Zwang etwa immer Handschellen oder eine Knebelkugel etwa in der Handtasche mitzuführen.

Daneben fällt auch die Sinnesdeprivation in den Bereich des Discipline. In dem man den Bottom eines oder mehrer Sinne beraubt, wird er in deiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Schaltet man einen Sinn aus, werden die anderen um so stärker wahrgenommen. Mit verbundenen Augen wird jede Berührung deutlich intensiver wahrgenommen, die Ohren lauschen genauer nach jeder Bewegung und jeder Luftzug mischt die Vorstellungen es Sub neu.

Wie bei vielen Praktiken aus dem Bereich des BDSM sind die Grenzen zu anderen Teilen fließend und kaum für sich zu betrachten. Die Grenzen dessen was man dem Sub auferlegen kann, sind wie bei den meisten anderen Praktiken auch, die eigenen Vorlieben, Fantasien, Idee und manchmal die körperlichen Grenzen des Sub.

XK

Ein Gedanke zu „D for Discipline

  1. Pingback: Blogvorstellung BDSM for life | Sexintheair.de

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