S for Submission

Befreie deinen Geist Nadine! Anfangs schämte ich mich für meine Fantasien, eine Frau die sich ihrem Partner unterwirft, kann doch nicht ganz normal sein. Die klischeehaften Bilder aus den Medien, von Menschen in Latex, an einer Leine geführt, geschlagen, gequält, gedemütigt. Es kann doch nicht sein, dass ich auf so etwas stehe. Nur sehr langsam und zögerlich konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden auf SM zu stehen. Meine ersten Schritte in diese Welt waren sehr zaghaft.

Doch geht es nicht darum sich selbst aufzugeben, sich selbst unter Wert zu verkaufen, eine Schlampe zu sein, die mit jedem ins Bett steigt. Ich lernte bald, dass es um weit mehr geht. Es geht um mich. Um meine Fantasien, dass zu tun was ich liebe. BDSM ist unfassbar fassettenreich. Es gibt so unglaublich viele individuelle Neigungen, Bedürfnisse, Vorlieben und eine davon ist Hingabe. Sich seinem Partner ganz hinzugeben, für eine gewisse Zeit unterzuordnen, zu unterwerfen.

Vor einem Mann zu stehen, der eine unfassbare Selbstsicherheit ausstrahlt, Autorität, Stärke, Zielstrebigkeit. Der einen klein werden lässt. Der einem das Gefühl gibt, sich für eine Weile nicht selbst um sein Wohlergehen kümmern zu müssen. Eine Rollenverteilung zu akzeptieren in der man einen klaren Platz hat, sich nicht kümmern muss, sondern sich einfach fallen lassen kann. Kontrolle aufzugeben, sich auszuliefern. Es erregt mich, es ist ein unfassbar schönes Gefühl, jemandem für eine gewisse Zeit einfach dienen zu können. Sexuell attraktiv zu sein, jemandem zu gefallen. Ihn dazu zu bringen, seine Lebensumstände, seine Welt für einen Augenblick zu vergessen, sich ganz auf mich zu konzentrieren.

Ist er da, hält mich und ich schließe die Augen, fühle ich mich vollkommen sicher, ich spüre mein Verlangen nach hingebungsvollem Sex, ich spüre meine Sehnsucht nach dem Rausch der Hormone, nach dem explosiven Cocktail aus sexueller Erregung und Adrenalin. Wenn ein einziger Funke ausreicht um mich in eine andere Welt zu befördern.

Ich fühle mich in diesem Moment weit von den klischeehaften Vorstellungen entfernt. Sie sind so weit entfernt, als gäbe es diese Vorstellungen nur ein einer anderen Welt, nicht in der in der ich in diesem Augenblick lebe. Wenn ich nach Luft schnappe und die Augen aufreiße und mich ein Orgasmus meinen Körper bis in die Haarspitzen spüren lässt, bin ich glücklich, so glücklich wie ich es niemals in meinem Leben war. In diesem Moment weiß ich, dass ich mich nicht für meine sexuellen Neigungen schämen muss. Ich bin glücklich dies erleben zu dürfen.

Nadine

 

Der unterwürfige Partner muss seinen Kopf frei machen, er muss bereit sein sich führen zu lassen und das Vertrauen aufbringen, Befehle nicht mehr zu hinterfragen sondern in blindem Gehorsam auszuführen. Der Sub hat in einem oder meist mehreren Vorgesprächen seine Neigungen, seine Bedürfnisse und seine Grenzen zur Sprache gebracht. Jetzt muss er es schaffen, darauf zu vertrauen, dass der Dominante ihn in eine Welt führen kann, in der nichts anderes als seine Vorstellungen existieren. Frei zu sein, von allen Dingen, in einer Welt zu leben, in der nichts zählt außer körperlichem Verlangen, sexueller Erregung, Hingabe und Vertrauen.

XK

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