Mile high Club

Anfang der Woche habe ich ernsthaft überlegt, ob dieser Blog eine gute Sache ist und wir unser selbstgestecktes Ziel überhaupt erreichen werden. Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, aber es ist wohl noch zu früh um ein Fazit zu ziehen. Nadine war von meiner Überlegung alles andere als begeistert und so haben wir die nächsten Tage wenig miteinander gesprochen.

Da wir beide viel arbeiten mussten, ein Hauch Ärger in der Luft lag und es dringend einmal Zeit war die Seele so richtig baumeln zu lassen, sind wir zusammen zu einem Kurztrip aufgebrochen und haben das Space in Ibiza ein wenig unsicher gemacht. Nichts geht über Carl Cox wenn die Seele nicht so recht hüpfen mag.

Auf dem Rückflug habe ich meine kleine Sklavin betrachtet. Wie sie friedlich auf dem Sitz neben mir lag. Wir haben in den letzten drei Jahren unzählige Dinge miteinander erlebt, die viele Menschen niemals in Ihrem Leben erfahren werden. Über Schmerz und Hingabe, über Leidenschaft und bedingungsloses Vertrauen. Doch eines habe ich ihr bisher nicht gewährt. Mitglied zu werden in einem besonderen Club. Einem Club ohne Mitgliedsausweis, ohne Urkunde, oder Pokal und doch ist es ein Club, der einen zu etwas besonderem macht. Der einen immer wieder schmunzeln lässt, ein Club aus dem man niemals herausgeworfen werden kann.

Ich weckte Sie auf, sie sah mich verschlafen an. Ich flüsterte ihr, dass sie mitkommen sollte. Im Halbschlaf lief sie hinter mir den Gang im Flugzeug entlang. Die anderen Passagiere sahen uns argwöhnisch an. Wir gingen nach ganz hinten. Ich sah wie das Adrenalin meine Sklavin schlagartig weckte, wie ihr eine zarte röte ins Gesicht stieg. Sie sah sich um und ging voran an den einzigen in einem Flugzeug den man als Passagier abschließen kann. Es war eng. Es war dreckig. Es perfekt.

Langsam nahm ich sie. Ich flüsterte ihr, dass sie ganz still sein muss. Dass sie mich um Erlaubnis fragen müsse bevor sie kommt. Ich hörte wie sie schwer atmete, wie sie sich zusammen riss, dann hörte ich ihre zarte Stimme wie sie mich fragte, ob sie kommen dürfe. Ich erlaubte es ihr nicht. Sie flehte mich an. Ich hatte erbarmen. Ich sah, wie sie ihre Hände krampfte, wie es aus ihr herausschreien wollte, doch ich hatte ihr verboten zu stöhnen.

Meine kleine Sklavin war glücklich.

Als wir die Tür öffneten sahen uns unzählige Augen an. Sie strich sich über den Rock und wir gingen zu unseren Sitzen. Ich küsste Sie. Auf unseren Plätzen stand das Frühstück und wartete auf uns. Ich fütterte meinen Sklaven mit ein paar Weintrauben. Sie fraß mir aus der Hand. Sie war vollkommen mein.

4 Gedanken zu „Mile high Club

    • Dann wird man aus dem Flugzeug geworfen 😉

      Naja – bei deutschen Gesellschaften ist dass nicht so tragisch – bei einer amerikanischen oder arab. würde ich es aber nicht machen 😉

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