Bestrafung in 10000 Metern über dem Meer

Ich wache auf, ich fühle das weiche Laken, das leichte Daunenbettzeug das auf mir liegt. Die Sonne scheint durch das Fenster und streichelt sanft mein Gesicht. Ich strecke mich, gähne und öffne langsam die Augen.

Ich schiebe das Bettzeug zur Seite und betrachte meinen armen kleinen geschundenen Körper. Rötliche Striemen überziehen ihn. Alles an mir reagiert unglaublich empfindlich auf Berührung.

Ich stehe auf und sehe aus dem Fenster, die Sonne steigt gerade über die Bäume am Waldrand. Nebel liegt auf der Wiese, ich sehe mich um. Auf einem kleinen Tisch wartet ein Glas Orangensaft und ein paar Brötchen auf mich. Ich habe Hunger als hätte ich Tage nichts gegessen.

Nach dem ich geduscht habe ziehe ich zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise eine Jeans und flache Schuhe an. Ich schlender die Treppe hinunter, draußen höre ich die Stimme meines Liebsten.

Er unterhält sich mit einem alten Freund, ich setzte mich schweigend dazu und knabber an einem Apfel. Wir sitzen an einem grob mit einer Motorsäge geschnittenen „Tisch“, es duftet nach Kaffee, ich lausche dem Gespräch.

Nach einiger Zeit blickt mich mein Liebster an. Es ist Zeit aufzubrechen. Wir packen unsere Koffer in das Auto, ich lasse mich auf die Rückbank fallen und langsam beginnt das Auto sich seinen Weg zurück Richtung Stadt zu bahnen. Nach einem Zwischenstopp an einer Tankstelle, beginnt mein Liebster seine Lieblingsdiskussion über Spritpreise und Steuern. Zu seiner großen Freude hat er in seinem Freund einen entschlossenen Mitstreiter gefunden und so dreht sich die ganze Rückfahrt um Staat und Steuern und dass es von beidem sowieso viel zu viel gibt.

Ich setzte meine Sonnenbrille auf, schließe die Augen und fühle wie das Auto sich seinen Weg bahnt.

Als ich meine Augen wieder öffne sind wir am JFK, nach einer kurzen Verabschiedung bringen wir die Koffer ins Terminal und ich trauer der Stadt nach als ich in der Sicherheitsschleuse meine Schuhe ausziehen muss und hoffe, dass niemand mein schmerzverzerrtes Gesicht gesehen hat als ich mich hingesetzt habe.

An Bord musste ich einige Aufgaben für meinen liebsten erfüllen. Etwa ein Becher Wasser 20 Minuten mit ausgestrecktem Arm halten – wobei ich versagt habe. So kam es dann, dass ich wohl als eine der ersten Sklavinnen in 10 Km Höhe bestraft werden musste.

Mein Herr nahm seine Plastikgabel und führte sie an meinen rechten Oberschenkel. Ich riss vor Schmerz den Mund weit auf, dann biss ich die Zähne zusammen und versuchte den Schmerz irgendwie zu erdulden ohne loszuschreien. Es tat höllisch weh und ich musste eine halbe Stunde meinen Oberschenkel streicheln. Links neben mir saß ein junger Mann der offensichtlich nichts von meiner instant Bestrafung mitbekommen hat. Ich musste den gesamten weiteren Flug grinsen wenn ich zu ihm hinüber sah.

Viel zu schnell war der Flug vorbei, wir packten die Koffer ins Auto und mein liebster setzt mich vor meiner langweiligen Wohnung auf die ich mich gerade gar nicht freute aus und verschwand so wie er gekommen war.

ENDE

5 Gedanken zu „Bestrafung in 10000 Metern über dem Meer

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