Wie fange ich am besten meine erste BDSM Session an?

Auf die Frage von „Schwarze Seele“ aus unserer Rubrik „Ihre Fragen“. Es gibt den Spruch „das erste Mal vergisst man nie“ und der triff auf die erste Session, das erste Mal in der Unterwelt, auch zu. Bevor man sich das erste Mal hinab wagt, sollte man sich über seine eigenen Neigungen und Wünsche im klaren sein. Denn wer sich in unsere dunkle Welt wagt, auf warten nicht nur unbeschreibliches Glück, sexuelle Erfüllung und ein Rausch den keine Droge jemals wird erschaffen können, sondern auch Gefahren und Enttäuschungen. Vor der ersten Session stehen daher meist viele Worte.

Der Bottom sollte dem Top klar sagen, was er mag, was er ertragen kann und was keinesfalls geht. Es ist für den Top wichtig Grenzen zu kennen, denn dies gibt Sicherheit die er im Spiel braucht. Ein Bottom der keinerlei Grenzen kennt, der sich auf Gedeih und Verderben seinem Top aussetzen will ist naiv oder psychisch labil und ein gefährlicher Spielpartner. Das Spiel ohne Regeln klingt manchmal verlockend doch ist es wahnsinnig gefährlich und keinesfalls etwas für Anfänger. Geht mehr als man dachte, so kann ein unterwürfiger Bottom auch um mehr betteln auch wenn es keine Garantie auf mehr gibt.

Vor dem ersten Spiel sollten unbedingt Krankheiten bekannt sein. Hat jemand Asthma und braucht viel Luft, Silikon in den Brüsten oder Allergien kann dies aus einem schönen Spiel schrecklichen Ernst werden lassen.

Wenn man keinen Partner hat den man schon kennt, sondern jemand unbekanntes der Spielpartner sein wird, sollte man besonders vorsichtig sein. Wie immer wenn man Menschen im Internet kennenlernt, sollten die Sensoren besonders empfindlich sein. Ich empfehle meinen Spielpartnerinnen immer einer vertrauten Person zu sagen was man macht oder wenn man niemanden einweihen möchte zumindest zu sagen, dass man ein Blinde Date hat und wo. Telefonnummern, E-Mails etc. gut auffindbar in der Wohnung zu hinterlassen kann einem im Ernstfall wertvolle Hilfe leisten. Das gibt eine gewisse Sicherheit und man kann sich leichter auf das wesentliche konzentrieren.

Ein erstes Treffen (nicht am Tag der Session! sonder vorher!!) um sich besser kennenzulernen sollte immer an einem öffentlichen Ort, einem Cafe, Restaurant etc. stattfinden. Im Gespräch merkt man auch, ob man einen Draht zueinander hat oder nicht und gegebenenfalls kann man sich aus einem Restaurant auch sicher verkrümeln.

Vor der Session sollte man sich als Top bereits einen Fahrplan, ein Drehbuch mit den Fantasien des Sub ausdenken, dass gibt einem Sicherheit und man kann besser die Kontrolle übernehmen. Die Anweisungen sollten klar und deutlich sein. Je genauer die eigenen Anweisungen sind, desto weniger muss der Sub denken und kann ganz in seine Rolle fallen. Also nicht: „geh mal zur Ecke“, sondern ehr: „stell dich links von der Tür in die Ecke, Gesicht zur Wand, Hände hinter dem Rücken“.

Hat man erst einmal die Kontrolle übernommen, kann man den Sub (im vereinbarten Rahmen) bearbeiten und nach seinen Wünschen formen.

Einige kurze und knappe Gedanken zur (Vorbereitung der) ersten Session. Sicher noch etwas unvollständig, aber im laufe der Zeit werden wir das Thema sicher noch einige Male aufgreifen.

Anregungen, Hinweise und Kritik sind ausdrücklich erwünscht

6 Gedanken zu „Wie fange ich am besten meine erste BDSM Session an?

  1. (zensiert – Sorry war mein Name),

    ich lese ab und zu im Blog von nouniouce – vor allem wegen der geilen Bilder – und bekomme fast einen Schock als ich die Kommentare lese. Der Anzug, die Krawatte, der Gürtel?! Ist das nicht der Typ, der kaum verlöschen die Anschnallzeichen, sich immer einen Kaffee schnorrt und mit den Flugbeleiterinnen flirtet!

    Wow, jetzt freue ich mich schon richtig auf „deine“ hoffe ich darf 😉 nächste Geschäftsreise 🙂

    Gaaanz liebe Grüße

    Sophie

    • Huch was für ein Turbopost – der Eintrag ist doch erste ein paar Minuten online^^

      Das ich mit Saftschubsen flirte halte ich eindeutig für ein Gerücht 😛

      Nein im Ernst, ich freue mich darauf mal wieder mit dir zu reden 😉

      Liebe Grüße

      • Hey,

        ja ich hab den ganzen Tag gewartet und dann schnell geschrieben 😛 😉
        Hehe – bin noch immer ganz baff – hätte nie gedacht, dass du ein aktiver SMler bist!!!

        Mh – die Vorstellungen und die Realität passen wohl nicht immer zusammen…

        Boar das mit den Saftschubsen ist wirklich bös‘ – des sag ich 😉

        Liebe Grüße

        Spohie

  2. Pingback: Hilfe: Das erste Treffen und die erste Session | Unlike You Think

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