SSC – Die Grundlage des BDSM

„…to distinguish the kind of S/M I wanted to do from the criminally abusive or neurotically self-destructive behavior popularly associated with the term ’sadomasochism‘.“

Wie wir immer wieder betonen verlaufen alle Handlungen innerhalb einer Session einvernehmlich zwischen den Beteiligten. Dies ist quasi das allgemein anerkannte und respektierte Fundament und die moralische Grundlage der unzähligen Spielarten innerhalb des BDSM. Dieses Fundament unterscheidet uns von Verrückten und Verbrechern die unkontrolliert und gegen den Willen eines anderen zerstörerisch handeln.

Der Begriff SSC wurde von David Stein, einem homosexuellen Lederaktivisten geprägt und steht für Safe, Sane, Consensual. Später erklärte er, dass er den Begriff entwickelt hat um:

„… die Art und Weise, wie ich SM praktizieren wollte, von der kriminell missbrauchenden oder neurotisch selbstzerstörerischen Art, die nur allzu oft mit dem Begriff ‚Sadomasochismus‘ in Verbindung gebracht wird, abzugrenzen.“

Im deutschen gibt es zwei übliche Übersetzungen von denen ich die erste etwas unglücklich finde. „Sicher, vernünftig, einvernehmlich“ oder „sicherheitsbewusst, bei klarem Verstand und einvernehmlich“.

Sane, steht in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach für „zurechnungsfähig“ weswegen ich die zweite Übersetzung „bei klarem Verstand“ vorziehe und dies auch meine innere Haltung besser zum Ausdruck bringt.

In betrunkenem Zustand fände ich womöglich Dinge lustig und „vernünftig“ die ich wieder nüchtern im besten Fall peinlich im schlimmsten Fall fürchterlich aber sicher nicht mehr vernünftig finden würde (denke man nur an betrunkene Autofahrer – von Drogen ganz zu schweigen). Aus diesem Grund steht „Sane“ für mich für bei klarem Verstand.

Die Beachtung von SSC setzt intensive Gespräche über die eigenen Wünsche, Neigungen und natürlich Abneigungen und die des Partners voraus und wird selbst unter eher flüchtigen Bekanntschaften praktiziert.

Daneben gibt es noch RACK als konkurrierendes ebenfalls weitestgehend anerkanntes Modell. RACK setzt den Schwerpunkt ganz klar auf die Einvernehmlichkeit der Handlungen und weniger darauf, ob diese auch als vernünftig anzusehen sind und kann unter Umständen den straffreien Rahmen (in Deutschland) des SSC verlassen. RACK ist wesentlich weniger verbreitet. (Wir werden noch einen eigenen Eintrag über RACK verfassen)

Einvernehmlichkeit, sowie seelische und körperliche Unversehrtheit steht im BDSM über der Befriedigung der Lust. Personen die gegen diese Grundlage verstoßen werden allgemein nicht mehr als Teil der Gemeinschaft des BDSM angesehen, sondern als das was sie sind: gefährlich.

4 Gedanken zu „SSC – Die Grundlage des BDSM

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