Maßanzug

Vollkommen nackt musste ich mich vor den Augen meines Herrn ausziehen. Kaum bückte ich mich um meine Stiefel zu öffnen, begann er mich zu beschimpfen, ich war zu langsam, zu unfähig, zu dumm. Obwohl ich wusste, dass es nur ein Spiel ist, wurde es in meinem Kopf zur Wahrheit, ich fühlte mich schrecklich. Ich wurde nervös, ich zittere als er mich anschrie und hatte Probleme meinen Gürtel zu öffnen.

Ich fühle, wie ich immer kleiner wurde, ich fühlte, wie ich schrumpfe. Mein Selbstbewusstsein war wie weggefegt, ausgeblasen wie eine Kerze und ich dachte, ich würde es nie wieder finden.

Ich musste die Augen schließen und die Hand meines Herrn strich über meinen Körper. Ich fühle mich so klein und schwach und konnte mich kaum rühren. Ich hatte Gänsehaut als ich seinen Atem hörte. Ich war verwirrt, ängstlich, ich fragte mich, was geschehen war. Binnen Sekunden war die Stimmung gekippt, mein Liebster scherzte mit Mir und nun stand ich nackt vor meinem unzufriedenen Herrn.

Ich musste in seine verärgerten Augen sehen und konnte den Blickkontakt kaum halten, meine Augen wollten unweigerlich Richtung Boden wandern. Er beobachtete mein Zittern und grinste, als er sagte, ich solle mir eine Prinzessin Lea Frisur machen. Ich blickte ihn fragend an, giftig schrie er StarWars Prinzessin Lea, kennst du den gar nichts? Mit zittrigen Händen versuchte ich meine Haare zu flechten, doch sein böser Blick machte mich immer nervöser. Plötzlich sprang er wie vom Blitz getroffen auf, kam schnell auf mich zu, packte ich grob am Oberarm und schleifte mich ins Bad.

Seine rechte Hand packte mein Gesicht und presste mich gegen die Wand, ich war wie gelähmt und fixierte seine Augen. Eine ewige Sekunde schwieg er und sagte dann, wenn er die Tür wieder öffnen würde, wäre ich besser Prinzessin Lea persönlich und schlug die Tür hinter sich zu.

Ich sah in den Spiegel und betrachtete meine zitternden Hände. Ich versuchte mir einen Zopf zu flechten, ich hörte seine Schritte vor der Tür, sein fluchen und ich zitterte noch mehr. Dann riss der die Tür wieder auf, er war vollkommen ruhig und sagte, ich dürfe das Bad nicht verlassen, schloss ruhig die Tür und nach einem Augenblick hörte ich die Wohnungstür ins Schloss fallen.

Ich atmete tief und schnell, ich versuchte mich zu beruhigen, ich begann mir einen Zopf zu binden und irgendwann stellet ich mich gerade vor den Spiegel, betrachtete mich und sagte Prinzessin Lea. Obwohl ich Tränen in den Augen hatte, musste ich lachen. Es war unfassbar wie schnell ich in meine Rolle gefallen war, doch jetzt ganz langsam löste sich die irrationale Panik in meinem Kopf. Es fühlte sich so unfassbar real an. Mein Kopfkino suggerierte das ist Realität.

Furchtbar langweilige Stunden vergingen und ich hätte am liebsten die Tür geöffnet und einfach Ferngesehen, doch ich wartete im Bad. Nach Stunden hörte ich wie sich die Wohnungstür öffnete, wie mein Herr seine Jacke auszog und sich langsam und ruhig dem Bad nährte. Ich stellte mich ordentlich hin und wartete bis er die Tür öffnete. Seine Hand rief mich zu ihm und er betrachtete Prinzessin Lea. Ein breites Lächeln lag auf seinem Gesicht und er führte mich ins Wohnzimmer. Ich musste mich auf eine ausgebreitete Plastikfolie stellen und die Arme seitlich ausstrecken.

Mein Herr nahm einen kleinen Eimer Farbe und begann mit einem Pinsel weiße Farbe auf meinem Oberkörper zu streichen. Es fühlte sich seltsam an und doch genoss ich die sanften Striche meines Herrn. Ich wurde ruhig und hielt still, während er meinen ganzen Oberkörper bestrich.

Dann setzte er sich auf eines der Sofas und begann mich nach meiner Woche zu befragen, wie er es für gewöhnlich tat. Plötzlich stand er auf, nahm wieder den Pinsel und strich meinen Körper erneut ein. Die Farbe trocknete und zog sich seltsam feste um meinen Körper und ich frage mich, ob ich sie wohl wieder abbekommen würde. Die Befragung ging weiter und als er sich erneut daran machen wollte, mich anzustreichen, fasste ich den Mut und frage, ob die Farbe abwaschbar sei. Er grinst, sagte nein ist sie nicht und strich unbeirrt weiter meinen Oberkörper an.

Die Farbe trocknete und fühlte sich unheimlich eng an, als wäre ein Kondom über meinen Körper gezogen worden. Dann nahm er einen neuen Pinsel und begann schwarze Farbe über die weißen Lagen zu streichen. Ich wurde etwas nervös und fragte, das ist doch Bodypaintingfarbe. Er schüttelte den Kopf und verteilte die schwarze Farbe weiter über meinen Körper. Als ich Luft holte um ihn zu fragen, was für Farbe es sei, hielt er mir den Pinsel drohend ins Gesicht und sagte, ich sollte stille sein und färbte meine Nasenspitze schwarz.

Er nahm eine Mandarine und begann mich zu füttern. Dann hielt er inne und sagte, wenn die Farbe erst mal richtig trocken ist, kannst du so viel Wasser drüber gießen wie du willst – da löst sich nichts. Ich versuchte mich zu beruhigen in dem ich mir sagte, er hat gesagt, wenn sie trocken ist und vorher werde ich sie abwaschen dürfen. Mein Herr grinste, aß langsam das letzte Stück Mandarine und sagte dann geh ins Bad. Erleichtert lief ich zum Bad, doch als ich die Dusche betreten wollte, befahl er mir stehen zu bleiben.

Während er sanft über mein Gesicht streicht sagt er mit ruhiger Stimme, hast du denn nicht zugehört, dass muss erst richtig trocknen. Ich beobachtete wie seine Hand den Fön griff und ich begann wieder schnell und tief zu atmen. Ich hörte das entsetzliche Geräusch des Föns während er mir die warme Luft ins Gesicht bläst. Ich werde innerlich von Panik ergriffen als er beginnt die Farbe mit dem Fön zu trockenen. Ich sehe ihn giftig an, ich bin wütend, ich bin entsetzt, doch er trocknet seelenruhig die Farbe auf meinem gesamten Oberkörper.

Er schaltet den Fön aus und streicht genüsslich über sein Werk. Ich bin zerrissen zwischen Wut, Frust und Hoffnungslosigkeit. Er grinst und zwängt mir einen Kuss auf. Ich erwidere ihn nicht.

Mein Meister lacht laut und zwingt mich, mich anzuziehen. Entsetzt stelle ich fest, dass die Farbe wirklich getrocknet ist. Es Klingelt an der Tür und mein Meister schickt mich sie zu öffnen, dumpf wie benebelt bezahle ich die Pizza, schließe die Tür und stelle wie zu gedröhnt Teller auf den Tisch. Während des Essens fühle ich wie sich die Farbe gnadenlos um meinen Körper schmiegt, sich an mir festkrallt und in sich einsperrt. Ich beobachte meinen Meister aus den Augenwinkeln und frage mich, ob ich ihm vollkommen egal bin. Ich schiebe den Teller weg und starre ihn böse an. Er lächelt mich an und isst unbeeindruckt weiter, ich will wütend aufstehen, doch sein Befehl lässt mich auf meinem Platz kleben. Als er fertig ist muss ich die Teller wegräumen, den Tisch abwischen und mich wider vor ihm ausziehen. Ich stehe in meinem schrecklichen schwarzen Oberkörper vor ihm. Er grinst und streicht über die Farbe und flüstert mir ins Ohr, dann werde ich dich mal richtig ausziehen. Seine Hände streichen mehrmals über meinen Bauch und ich sehe wie sie sich langsam unter die Farbe bewegen. Die Farbe dehnt sich und seine Arme gleiten unter ihr immer höher bis sie meine Brüste erreichen. Ich muss meine Arme nach oben strecken und er zieht mit einem Satz die ganze Farbe von mir ab.

Erleichtert falle ich in die Arme meines Herrn, ich erwidere seinen Kuss und lasse mich bereitwillig auf die Knie fallen. Nach dem ich geschluckt habe, sieht er meinen Kopf in den Nacken, sagt du hast Latex auf der Nase und jetzt geh duschen unter dem Zeug schwitzt ich Schlampen immer so.

Ich ziehe vor dem Spiegel das schwarze Latexfleckchen von meiner Nase das immer länger wird, bevor es von mir lässt und dusche kalt, ich muss grinsen, was für ein verrücktes erstes Mal mit Latex.

Ohh und so fies. Ich trockne mich ab und springe zu meinem Liebsten ins Bett.

Achtung: Passt auf, dass ihr keine Latexallergie habt!

8 Gedanken zu „Maßanzug

  1. Oh, das wollte ich auch immer mal ausprobieren! Wenn man genug pinselt, kann man dann eigentlich einen richtigen Latexanzug herstellen oder geht das kaputt, wenn man es abzieht?

  2. Das ist mal wieder einer der Berichte, der mir deutlich zeigt, wie tief Eure Beziehung, wie groß Dein Vertrauen ist… Diese Achterbahnfahrt der Gefühle, die bösen, psychologischen Spiele Deines Herrn, die dochso viel tiefer gehen, als ein Schlag mit dem Rohrstock *lächelt* Wunderbar!

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