Devote Frauen sind auch Menschen

Ich habe einen Herrn der mich respektiert und achtet, der auf meine Bedürfnisse eingeht und meine Tabus akzeptiert. Auch wenn ich es liebe mich ihm zu unterwerfen, seine Gewalt über mich zu spüren, seine Gleichgültigkeit gegenüber meinen Tränen, so weiß ich doch, dass es nur ein Spiel ist. Dass er mich gern hat. Da sich ihm wichtig bin. Dass er sich um mich sorgt.

Das wir einander auf Augenhöhe sehen, füreinander da sind und das er darauf achtet, dass es mir gut geht. Ich bin devot und doch bin ich auch eine Frau die geachtet werden will. Kein Gegenstand den man wie eine Puppe wegwerfen kann wenn man ihn nicht mehr braucht.

Immer wieder habe ich jedoch Männer getroffen, die glauben ich sei so etwas wie eine kostenlose Nutte. Die mich beleidigt und gedemütigt haben, die mich nicht geschlagen haben, weil ich es will, sondern weil ich nicht die geistlose Puppe ohne eigene Bedürfnisse war die sie wollten. Manchmal habe ich auch in unserem Blog solche Kommentare gelesen und manchmal hat es mich verletzt.

Doch ich weiß, dass sie einfach nur Idioten sind, Kasper die aus der Dose springen. Ich lerne damit umzugehen, sie nicht an meine Seele zu lassen, sondern als die Spinner die sie sind zu erkennen.

Ich habe heute einen wirklich gelungenen Eintrag im Blog sexintheair gelesen, der mich wirklich berührt hat und in meiner Einstellung bekräftigt und den ich an dieser Stelle empfehlen will.(link leider tot) Es ist der Blog von Samya die ab und zu bei uns Kommentiert  und sehr fleißig an ihrem tollen Blog arbeitet.

13 Gedanken zu „Devote Frauen sind auch Menschen

  1. Es gibt wahrscheinlich keine devote Frau, die auf ihrer Reise durch die BDSM-Welt, bzw. auf der Suche nach dem richtigen Herrn, von diesen „Möchtegerndoms“ verschont geblieben ist. Ich bin froh, dass ich den richtigen Partner für mich gefunden habe und drücke jedem die Daumen, dass er es ihm genauso geht. Danke für euren tollen Blog 🙂

  2. Das ist mir bei meiner Reise durch die BDSM-Welt auch so gegangen. Letztendlich spiegelt das aber immer nur die Größe der Möchegern-Doms wieder: sie ist nicht vorhanden. Es sind eigentlich schwache Menschen, die sich durch das Erniedrigen anderer Menschen „erhöhen“. Sowas gibt es auch außerhalb des BDSM-Umfelds.
    Ich habe lange einen Sub gehabt. Ich habe Verantwortung übernommen und diese ständige Achtsamkiet für meinen Freund und Sub hat unsere Beziehung so besonders intensiv gemacht. Auch wenn ich zu seinem Schmerz nur lächelte, so nahm ich ihn doch war und mutete ihm nur so viel zu, wie ich dachte, dass er verkraften kann. Genau das ist ja das schöne an der Unterwerfung: Man kann sich völlig auf den anderen verlassen. Absolutes Vertrauen. Das allerdings, so finde ich, muss man sich verdienen.

  3. Vielen Dank für das Lob :). Ich habe mit meiner Männerwahl zumindest in der Hinsicht auf Spielpartner bisher tatsächlich das Glück gehabt, dass mir die furchtbarsten Exemplare nur im Internet begegnet sind – aber selbst das verletzt. Das mag allerdings auch daran liegen, dass ich switche und in der Öffentlichkeit lieber dominant oder ganz klar vergeben auftrete, was wiederum an den schlechten Erfahrungen liegt.
    Es ist so schade, wie manche Frauen am Ausleben ihrer Wünsche ge- oder behindert werden durch solche Idioten. Das einzige was man tun kann, ist sie einfach zu ignorieren, aber dafür braucht man manchmal ganz schön Kraft…

    • Ja da hattest du wohl Glück – und du hast ja mehr real gesucht und das Internet etwas außen vor gelassen – das hat sicher seinen Teil beigetragen…

      Ich finde es auch schade, dass scheinbar jede Frau diese „Prüfung“ über sich ergehen lassen muss wenn sie sich in unsere Welt begibt…

      Liebe Grüße

  4. Hab auch keine guten Erfahrungen gemacht, wenn ich mal im Internet auf einschlägigen Seiten unterwegs war…

    Eigentlich sehr traurig, denn ich hätte schon gerne mehr Menschen kennengelernt die so sind wie ich – aber immer gleich als Frischfleisch verstanden zu werden ist nicht unbedingt was ich gesucht habe…

    Du hast echt Glück gehabt…

    Liebe Grüße

      • Selten. Lediglich in der SZ habe ich ein paar Mal – gemessen auf die Anzahl der Jahre wenig – von Männern Anfragen bekommen, die nicht kapieren wollten, dass ein sub trotzdem hetero sei kann. Aber nicht ausufernd. Schade: man wird auch von Ladies nicht angesprochen. Hier zeigt sich eindeutig ein Unterschied, bedingt durch Angebot und Nachfrage.

  5. Wirklich schlimm mit den „Ich-bin-was-besseres-Doms“.

    Vielleicht noch ein Hinweis am Rande. Der Link funktioniert leider nicht mehr.
    schade drum.

    liebe Grüße

    Sarah

    • Ich finde es auch schlimm, dass es soooo viele davon gibt – fast alle freundinnen von mir die auf BDSM stehen, haben da schon so ihre Erfahrungen gemacht 😦

      Leider ist Samya’s Blog schon eine Weile gelöscht 😦

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