Der Reiz des blinden Fallens

AufzugOhne richtiges Zeitgefühl laufe ich durch das Terminal des Flughafens als ich von der Besichtigung meines neuen Arbeitsplatzes zurück komme. Als ich den Zoll hinter mir lasse laufe ich meinem Liebsten direkt in die Arme.

Ich fühle jetzt schon, wie sehr ich ihn vermissen werde, wenn uns die Kontinente trennen werden. Ich klammer mich bei dem Gedanken enger an seinen Arm und wir schlendern zum Auto. Als er den Kofferraum öffnet, blicke ich einen mir vertrauten silbernen Koffer an. Ich weiß, wir werden nicht nach Hause fahren. Ich fühle, wie meine trüben Gedanken weggeblasen werden und Vorfreude auf die kommenden Stunden meinen Verstand betören. Ich beeile mich, hastig wuchte ich die Koffer ins Auto und genieße wie sich das Auto quietschend über den Boden des Parkhauses seinen Weg in die Freiheit sucht.

Eine lange Kurve und wir beschleunigen. Bald schon fliegen wir über die Autobahn, ich schließe die Augen und überlege mit einem Lächeln im Gesicht was mich wohl erwarten könnte. Heimlich blicke ich meinen Liebesten an, ich weiß er würde es mir nicht sagen – ich kneife die Augen zusammen und überlege was er bloß vorhaben könnte.

Nach weit über einer Stunde auf der linken Spur fädeln wir uns zwischen zwei LKW ein, verlassen die Autobahn und gelangen in ein altes Industriegebiet. Es ist ein komisches Gefühl nur noch 50 km/h zu fahren – die letzen Kilometer kommen mir unerträglich vor, doch dann endlich sind wir am Ziel.

Ich steige aus und blicke ein altes leer stehendes Bürogebäude hinauf. Mein Liebster hält seinen silbernen Koffer in der Hand und wir nehmen die Stufen zum Eingang schweigend. Er übergibt mir den Schlüssel der am Bändchen eines Immobilienmaklers hängt. Ich sehe ihn an – er grinst und sagt – nur zu Probe für einen Tag – ich schließe die Haupttüre auf und wir laufen durch die verlassene Lobby.

Mein Liebster drückt den Aufzugsknopf, ich sehe ihn skeptisch an, doch wenig später öffnet sich die Aufzugstüre. Vorsichtig betrete ich die alte Kabine. Baujahr 1960 steht in großen Buchstaben neben der alten brummenden Sprechanlage für Notfälle. Mein Herr reicht mir eine kleine Tasche, lächelt kalt und sagt wir sehen uns in der 6. Etage – ich nehme die Treppe.

Ich würde liebend gerne die Treppe hinauf laufen, doch ich drücke mit flauem Magen und zittriger Hand die 6 und die Türe schließt vor meinem Herrn und langsam setzt sich der alte Aufzug in Bewegung. Ich klammer mich an die Wand und hoffe, das ich bald oben bin. Doch dann macht es einen Satz und der Aufzug steht.

Mein Herz beginnt sofort zu rasen, ich drücke die Knöpfe doch der Aufzug ist tot. Ich fluche über mich selbst, weil ich ihn genommen habe. Mein Handy klingelt und ich sehe, dass mein Herr mich anruft. Ich nehme halb erleichtert und halb wütend seinen Anruf entgegen und will ihm mein Leid klagen, doch seine Stimme befiehlt mir, mich auszuziehen. Ich muss aus der Tasche die er mir gegeben hat High Heels, Hand und Fußketten nehmen, mir anlegen und meine Augen verbinden.

Blind, nackt, schrecklich ausgeliefert stehe ich im steckengebliebenen Aufzug. Ich versuche ruhig zu stehen, doch meine Körper will mir nicht ganz gehorchen. Plötzlich setzt sich der Aufzug wieder in Bewegung. Ein schreckliches knarzen lässt mich immer wieder zusammenfahren und den Moment ewig erscheinen.

Dann höre ich wie sich die Aufzugtüre öffnet. Ich fühle die Hand meines Herrn, wie sie mich führt. Ich folge ihr bedingungslos.

Ich muss meine gefesselten Hände vor mir an die Wand halten und leicht in die Knie gehen. Ich fühle wie mein Herr das kalte Leder eines Tawse über meinen Hintern gleiten lässt, ihn einen Moment aufwärmt und dann mit Wucht trifft. Der Knall schallt durch den Raum, ich sacke unter dem Schmerz fast zu Boden, doch fühle wie schnell mich die Lust nach mehr durchströmt. Ich stelle mich wieder in Position und kann den nächsten Schlag kaum erwarten.

Nach weiteren Schlägen, die mich auf einem schmalen Grad zwischen Lust und Schmerz wandern lassen, fühle ich die Hand meines Herrn. Wie sie sanft über meinen Hinter streicht, meinen Rücken hinauf gleitet und meine Augen von ihrem Tuch befreien. Ich sehe mich um. Wir stehen in einer leeren Büroetage, vereinzelt stehen einige alte Schreibtische, Telefone, uralte Computer liegen in der Ecke.

Mein Herr befielt mir die Mitte des Raumes frei zu räumen, damit er meinen Körper mit einer langen Peitsche bearbeiten kann. Ich versuche in meinen Fesseln die Tische zur Seite zu schieben. Mein Herr „hilft“ mir, in dem er mit Schwung meinen Hintern anschiebt.

Ich muss die Arme hochhalten und sehe wie die lange Peitsche zurückschnell und mit einem lauten Knall die Richtung ändert um mich zu beißen. A-U-A

Langsam kreist er um mich, die tiefe Sonne in seinem Rücken und ich schreie unter der Spitze der Peitsche wenn sie meinen Körper streift. Bald ist mein ganzer Oberkörper mit den Malen die mir mein Herr auf die Haut zeichnet übersät. Ich schreie und fluche, Tränen strömen über meine Wangen und als die Sonne hinter den Anderen Gebäude, den Schornsteinen und Rohren der Industrieanlagen verschwindet bin ich froh mich an die starke Brust meines Herrn legen zu dürfen. Ich wische mir die Tränen aus den Augen und gebe ihm einen Kuss.

Ich öffne vorsichtig sein Hemd, streiche seine Brust hinab, Küsse seinen Körper, sehe ihn kurz an, blicke verstohlen zu den zusammengeschobenen Schreibtischen und öffne hastig seinen Gürtel.

4 Gedanken zu „Der Reiz des blinden Fallens

  1. Ich habe auch mal in einem alten Aufzug gesteckt – ein wirklich schreckliches Gefühl – aber dann zu wissen, dass du ganz in den Händen deines Herrn liest – himmlich 🙂

    Liebe Grüße

    Lea

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.