Feuerfrei

Nach einem ätzenden vanilligen Wochenende habe ich am Sonntag mit meiner Freundin Natalia und meinem Liebsten gefrühstückt und ihr von meinem langweiligen Wochenende erzählt. So kamen wir irgendwann zu der Frage, wieso wir eigentlich nie eine gemeinsame Session hatten und wenig später war der Montag bei allen von der lästigen Arbeit befreit.

Ich wachte am Montag schon mit einem ganz hibbeligen Gefühl auf. Mein Liebster war bereits unterwegs, er hatte ein Gespräch in München und saß wohl schon im Flieger als ich das Bett machte und überlegte, was er wohl am Abend mit uns vorhatte.

Irgendwie war so ein seltsames Gefühl und ich frage mich ob es eine gute Idee war was wir planten. Ich überlegte wie es wohl sein würde Natalia zu beobachten, als ich hörte wie sich die Tür öffnete und Natalia im Fuhr stand. Ich sah sie einen Augenblick in ihrem nicht gerade Wettergerechtem Outfit an und musste grinsen. Wir beschlossen zusammen zu überlegen was uns wohl erwarten würde und bereiteten nebenher das Mittagessen vor.

Uns lief beiden ein kleiner Schauer den Nackenhinab als wir die Tür hörten und standen da wie zwei kleine Mäuse vor der Katze. Mein Liebster grinste als er uns ansah, begutachtete unser Werk in der Küche und merkte fies abfällig an, dass gute Köche ja meist Männer seien um uns zu provozieren. Ich sah Natalia verstohlen an und wir mussten grinsen, auf den Trick vielen wir nicht hinein und so aßen wir zu dritt und ich fühlte mit jedem Blick in die Augen der anderen wie die Stimmung langsam immer mehr Spannung bekam.

Ich freute mich auf den Abend und hatte meine Überlegungen vom Vormittag hinter mir gelassen. Wir gingen am Nachmittag zusammen in die Stadt und ich fragte mich die ganze Zeit was er wohl mit uns vor hat. Jede Bewegung, jede Äußerung wurde in meinem Kopf zerlegt und auf ihre tiefere Bedeutung hin untersicht. Irgendwann sah mich Natalia an und fing an zu grinsen, ich fühle mich ertappt und beeilte mich das Thema auf etwas anderes zu lenken. Wir aßen eine PizzaHut Pizza, wie wir es oft machten bevor wir uns in die andere Welt begeben und langsam stieg mein Puls als sich der Teller mehr und mehr leerte. Zurück zu Hause verschwand mein Liebster im Keller um noch ein paar Dinge vorzubereiten und wir machten uns für den Abend fertig. Schrecklich gemein wie er war, hatte er uns nicht gesagt, ob wir hier blieben oder nicht und so überlegten wir fieberhaft was wir nur anziehen sollten.

Als ich auf die Uhr sah, stellte ich mich schrecken fest, dass wir über zwei Stunden im Bad verbracht hatten. Aufgeschreckt beeilten wir uns und liefen meinem Herrn direkt in die Arme der uns grimmig ansah und den Weg versperrte. Er knurrte uns an, dass wir zum Auto gehen sollten und verpasste uns beiden einen Klaps auf den Hintern als wir versuchten an ihm vorbei zukommen. Verstohlen blickte ich zu Natalia herüber als wir die Treppe hinab liefen. Ihre Wangen waren rot, ich sah wie sehr sie das Spiel vermisst hatte. Wie ihre Atmung tiefer wurde, diese gewisse mir wohl bekannte Lust in ihr aufstieg und langsam die Oberfläche erreichte.

Wir setzten uns auf die Rückbank des Autos und sahen uns in die Augen. Mein Herr rückte den Spiegel zurecht und beobachtete uns während wir losfuhren. Ich flüsterte zu Natalia und mein Herr fuhr mich an „Ruhe auf den billigen Plätzen“. Natalia sah mich verstohlen an. Wir grinsten und fuhren schweigend in die Dämmerung. Der Motor heulte auf und wir beschleunigten auf der sich langsam leerenden Autobahn. Ich schloss die Augen und fühlte wie wir immer wieder abbremsten, beschleunigten und über die Bodenwellen rasten. Nach einer halben Stunde ließen wir die Deutsche Grenze hinter uns und führen auf leisen Sohlen durch Holland. Irgendwann wurden wir langsamer und erreichten eine Ausfahrt. Ich blickte zu Natalia und wir grinsten uns an und versuchten mit unseren suchenden Augen herauszufinden wo wir wohl hinfahren würden.

Wir fuhren an einem Kanal entlang und alles sah in der Abendsonne ganz herrlich aus. Wir hielten, mein Herr stieg aus und begrüße einen einheimischen den er offensichtlich kannte. Sie scherzten, lachten und wir beobachteten alles ganz genau von unserer Rückbank. Es war ein ganz unheimliches Gefühl, doch dann kam mein Herr zurück. Sah uns einen Moment schweigend im Rückspiegel mit breitem fiesen Grinsen an und wir fuhren wieder los. Wir bogen in einen kleinen Weg ein und fuhren ein einem riesigen Gewächshaus vorbei. Plötzlich blieben wir stehen. Mein Herr schaltete das Fernlicht ein und die Scheinwerfer erleuchteten einen großen Betonierten Platz.

Mein Herr drehte sich um, sah uns einen Moment mit einem Lächeln an und gab uns beide Augenbinden mit denen wir uns in unserer schrecklichen Neugier die Augen verbinden mussten. Wir hörten den Kofferraum aufgehen. Wir hörten wie er etwas hinausnahm und die Klappe mit einem Knall zuging.  Es war vollkommen still und meine Hand suchte nach Natalia. Wir hielten uns fest, so unheimlich war es im Auto. Wir flüsterten was wir dachten was uns wohl erwarten würde. Dann plötzlich wurde meine Tür aufgerissen und ich wurde an den Haaren aus dem Auto gezogen. Mit festem Griff wurde ich gebückt abgeführt und musste mich auf den kühlen Platz stellen. Dann hörte ich, wie mein Herr wieder die Tür des Autos aufriss und wenig später hörte ich Natalia unter dem Griff meines Herrn jammern. Wir standen wieder zusammen und hielten uns aneinander fest.

Mein Herr befahl uns die Augenbinden abzunehmen. Wir kniffen die Augen zusammen im hellen Strahl der Autolichter. Mein Herr war nur als Umriss im Licht der Scheinwerfer zu erkennen die in seinen Rücken leuchteten. Um uns in einigen Metern Entfernung war ein Seil kreisrund auf dem Boden ausgelegt. Mein Herr nahm die Fernbedingung des Autos in die Hand, die Blinker leuchteten kurz auf und dann war es vollkommen finster. Wir hielten uns aneinander fest und sahen wie mein Herr ein Streichholz entzündete und vor sich auf den Boden warf.

In Windeseile entzündete sich das Seil und brannte lichterloh. Wir klammerten uns aneinander und sahen uns um. Wir waren von allen Seiten vom Feuer umgeben. Die Stimme meines Herrn befahl uns, dass wir uns ausziehen sollten. Wir begannen uns in mitten des Feuerrings auszuziehen.

Warnung! Bei Spielen mit Feuer immer Sicherheitsvorkehrungen treffen, auf ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien achten, auf ausreichend Entfernung zu den Personen achten und CO2 Feuerlöscher für Notfälle bereithalten. Niemals Benzin auf den Boden gießen und entzünden, es besteht die Gefahr von Verpuffungen.

10 Gedanken zu „Feuerfrei

  1. Boar – ich mag auch :-/

    Ich hoffe, du hast bald Zeit weiter zu schreiben – ich bin schon ganz arg gespannt 🙂

    bis dahin stell ich mir einfach im Kopfkino vor wie es ist 🙂

    Liebe Grüße

    • Darfst du bald erfahren – hab nur nicht den Elan den du an den Tag legtst 😉

      Ja es war wirklich ein toller Moment mit dem Feuer – irgendwie ist Feuer etwas ganz besonders beeindruckendes 🙂

      Liebe Grüße

  2. Ich mag Feuer auch total gerne, irgendwie ist es ohne dass einem etwas passieren würde ganz schön Respekt einflößend 🙂

    Ich hoffe auch auf eine Fortsetzung!

    Lg

  3. Wow voll schön und wie kreativ….und ich finde es noch immer hammer wie gut du das alles schreibst… fürs kopfkino könntest du wirklich eintritt verlangen 😉 liebe grüße

  4. Hi,

    bin gerade auf deinen Blog gestoßen. Wirklich toll wie du das alles beschreibst!
    Ich habe mit einem Freund zusammen auch einen kleinen BDSM/Fetish Blog (http://LatexDeLuxe.net).

    Sagmal hättest du lust auch mal bei uns einen Gastartikel zu veröffentlichen? 🙂

    LG
    Lara

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