Durch die Wolken fliegen

Ich bin mit meiner Freundin Natalia durch ein riesiges Gewächshaus gelaufen. Wir sind von den vielen Eindrücken der duftenden Blumen noch ganz benommen, als sich plötzlich das Tor am Ende des Gewächshauses öffnet und mein Herr mit einer Peitsch auf uns wartet. Wir sehen wie sie langsam in seiner Hand lebendig wird und uns nach unserer Haut trachtet. Ohrenbetäubend laut knallt sie hinter seinem Rücken bevor sie zum Biss ansetzt. Ich greife nach Natalias Hand und wir schreien als uns das Leder schmerzhaft trifft.

Bedrohlich nah vor uns beißt die Peitsche in die Luft und lässt uns zurückweichen. Immer wieder zerschneidet der Knall die Luft und lässt unsern Verstand erinnern, wie sich der Schmerz den ihr Treffer bewirkte anfühlte. Bei jedem neuem messerscharfem Schnitt durch die Luft vor unseren Körpern zucken wir zusammen, weichen zurück und sehen uns hastig um. Mit gemeinem grinsen und  höhnischer Stimme höre ich meinen Herrn rufen, das wir ihm nicht entkommen könnten, egal wo wir uns verstecken würden. Ich sehe in Natalias Augen und wir rennen los. Als ich mich umsehe, ist mein Herr verschwunden, er hat uns nicht verfolgt. Wir sehen uns außer Atem an, wir grinsen und kichern.

Vorsichtig laufen wir weiter durch das Gewächshaus, über die schmalen Wege die die Blumen trennen, als plötzlich ein unangenehmer feiner Regen auf uns hinab schwebt. Die Bewässerung des ganzen Gewächshauses ist an, es gibt kein entkommen, die Luftfeuchte steigt an und lässt uns in einer schwülen, triefenden feuchte über den Weg zum Ausgang eilen. Als wir das Tor erreichen, haben sich auf unserer Haut unzählige kleine Tropfen gebildet. Auf der Flucht vor der Bewässerung haben wir meinen Herrn vergessen, der sich uns plötzlich von hinten nährt und mit der riesigen, beängstigend lauten Peitsche in Richtung Tor treibt. Panisch ziehen wir am von der Decke hängenden Seil, dass das Tor öffnet und uns den Weg in die Freiheit ebnet.

Wir rennen schreiend, mit breitem grinsen hinaus und erstarren fast in der kälkte die außerhalb des Gewächshauses herrscht. Binnen Sekunden fängt die feuchte Haut an die Kälte über jede Nervenfaser an das Hirn zu senden. Ich sehe Natalia an, Gänsehaut bildet sich auf unseren Körpern und wir tapsen langsam wieder auf das Tor zu.

Mein Herr steht lässig, mit verschränken Armen an den Torrahmen gelehnt und grinst uns hämisch an, als wir uns vorsichtig in unserer durchnässten fröstelnden Haut nähern. Durch sein vor feuchte leicht transparente Hemd lässt sich die Kraft seiner Brust erahnen. Ist sehen wir ihn frierend an und sind überglücklich als er uns mit einer leichten Bewegung seinen Kopfs zurück in das Gewächshaus lässt.

Vor uns im sprühenden Regen der Bewässerungsanlage wartet nichts als Dunkelheit auf uns. Er hat das Licht verlöscht, aus der Dunkelheit funkeln ein paar rote Feuerlöscher. Langsam tasten wir uns weiter vor, sehen uns mit breitem Lächeln an, als plötzlich der Befehl uns vor ihm auf den Boden zu knien in unseren Nacken hallt.

Wir sehen zu meinem Herrn auf. Langsam geht er zu einem der Feuerlöscher und hält uns die Düse direkt ins Gesicht. Erschrocken blicken wir ihn an, er grinst gemein, geht ein Stück zurück und nebelt uns mit dem weißen tosenden Gas ein, dass sich wütend in unsere Haut beißt. Wir schreien vor Schmerz als sich die Kälte des Gases wie tausend kleine Nadeln über unseren Körper hermacht. Der Schmerz ist beindruckend und doch angenehm. Ich sehe Natalia an nachdem sich die Wolke verflüchtigt hat. Wir grinsen, atmen tief und schnell und sind schon bald in eine neue Wolke gehüllt die sich sogleich daran macht unsere Haut zu quälen, als würden uns 100 wütende Hummeln beißen.

Das warme Wasser der Bewässerungsanlage massiert sanft unsere Haut, während mein Herr um uns Kreist und unseren Verstand mit dem Feuerlöscher zum kochen bringt. Wieder hält er mir die Düse ins Gesicht, ich sehe ihn böse an und verschwinde wenig später in einer Wolke aus eisigem Schmerz. Ich fluche und Schreie, mein Blut brodelt, ich reiße den Mund auf um tief einzuatmen und sehe aus dem Augenwinkel wie Natalia neben mir in einer Wolke verschwindet. Mein Herr übergießt uns mit warmem Wasser damit sich unsere Haut nicht an der Kälte verletzt. Bevor er uns ein weiteres Mal in eine Wolke aus klirrender Kälte taucht.

Dann ist sein Spielzeug leer, wir grinsen ihn an, als er traurig nachsieht ob auch kein kleiner Rest mehr da ist und strecken die Zunge heraus. Mein Herr sieht uns an, dass uns angst und bange wird, doch dann zieht ein ganz breites Grinsen auf sein Gesicht. Er stellt einen Fuß auf einen kleinen Betonsocken, so dass sein Oberschenkel eine waagerechte Linie bildet und wir müssen uns hinüber bücken und bekommen den Hintern kräftig versohlt.

Als wir wieder aufstehen dürfen, lächelt mein Herr und führt uns während wir uns die armen schmerzenden Hintern reiben zu ein paar Handtüchern. Wir ziehen uns trockene Sachen an, rennen mit den nassen Haaren schreiend und kichern zum Auto und fahren zum gebuchten Hotel wo man uns argwöhnisch beäugend die Schlüsselkarte überreicht.

Sicherheitshinweis: Unser Feuerlöscher war modifiziert! Nicht mit normalen Feuerlöschern versuchen!

14 Gedanken zu „Durch die Wolken fliegen

  1. Super geschrieben 🙂 Ich hab mich richtig gefreut als ich gerade meine Mails nachschaute und sah das es weitergeht. Ich freue mich auf mehr 🙂

  2. Mensch langsam will ich wirklich 😉

    Ich glaube ich werde echt mal mit meinem Freund darüber reden und dann werde ich ja sehen was er so denkt und vielleicht habt ihr alle ja recht 🙂

    Ganz liebe Grüße

    • Wow. Wie immer super geschrieben ! Wie kommt ihr immer nur an so ausgefallene Orte !? Echt beeindruckend….

      @ Lea ich glaube damit tust du dir selbst einen großen Gefallen 😉

      Liebe Grüße

      • Danke 🙂

        Naja – wir haben uns zu richtigen kleinen Agenten entwickelt die sich viel einfallen lassen um an tolle Orte zu kommen 😉

        Mh – wenn man mal den Dreh raus hat, dann klappt es ganz gut 🙂

  3. Gewächshäuser sind toll 🙂

    Ich war auch mal in einem in Holland – die sind größer als Fußballstadien 🙂

    Nur war ich leider angezogen und mit langweiligen Typen unterwegs 😉

    Lg

    • Hi,

      ja wir haben echt lange mit den Feuerlöschern experimentiert. Weil sich Trockeneis bildet kann man sich sonst ganz schön fies verletzen…

      Zum Glück sind die bei eBay nicht so teuer 😉

      Weiß noch nicht ob es mehr solche Sessions geben wird :-/

      Liebe Grüße

  4. Hi,
    Ich verfolge euren Blog noch nicht so lange, habe aber jeden einzelnen Eintrag bestimmt schon mehrere Male gelesen. Meine Freundin und ich machen auch BDSM, aber ich bin ihr wohl zu unkreativ. Jedenfalls erlebe ich es selten, dass sie vollkommen zufriedengestellt ist. Ich versuche mir immer Inspirationen von euch und von anderen Quellen zu holen, aber leider ist es so, dass meistens nur die aller ausgefallensten Sachen geschrieben werden, die sich kaum oder gar nicht wiederholen lassen, weil die Mittel einfach nicht stimmen.
    Ist denn wirklich jede eurer Sessions so ausgefallen oder gibt es auch „normale“ zu Hause? Und wenn ja, warum schreibt ihr nicht mal darüber? Es wäre doch interessant, das gesamte Spektrum einmal mitzuerleben und vielleicht kann ich mir dann ja die eine oder andere Idee klauen.
    Bitte fasst meinen Beitrag nicht zu negativ auf. Ich finde euren Blog wirklich toll und lese die Beiträge immer wieder gerne. Macht bitte weiter und wenn der Dom mal die Zeit findet, würde mir eine Geschichte aus seiner Sichtweise auch einmal sehr gefallen.

    Liebe Grüße

    • Hallo, vielen Dank für deine lobenden Worte. Wir haben natürlich auch viele Sessions mit einem normalen Aufwandslevel. Wir werden in Zukunft öfter über „normale“ Sessions schreiben – aber natürlich auch über die besonderen weiter berichten 😉
      Liebe Grüße

  5. Oh mann, als er den Feuerlöscher genutzt hat, habe ich wirklich Angst bekommen.
    Vor allem da einem ja der Sauerstoff genommen wird.
    Vielleicht solltet ihr früher mit dem Hinweis auf einen modifizierten Feuerlöscher hindeuten, falls es Menschen gibt, die nicht zu Ende lesen können.
    Ansonsten sehr schöne Session.

    lg Sarah

    • Hey,

      also so schnell erstickt man da nicht – solange kein CO2 im Spiel ist, sondern Stickstoff passiert eigentlich nicht so schnell etwas….

      Ich hoffe, die Leute lesen zuende, wenn sie selbst soetwas machen wollen.

      Lg

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