Eure Meinung ist gefragt!

Liebe Leser, ich möchte mich heute mit der Bitte an euch wenden mir bei einer Überlegung zu helfen, die sich durch mehrere Kommentare und E-Mails in den letzten Wochen gebildet hat.

Als wir uns entschlossen haben diesen Blog zu schreiben, da mit dem Hintergedanken, die Art wie wir leben, was wir tun – unsere Neigung – den Menschen, die sie nicht mit uns teilen oder in denen sie im geheimen schlummert, verständlicher zu machen.

Nach einigen Monaten mussten wir zunehmend einsehen, dass wir mit unserem Blog primär Menschen ansprechen die sich für das Thema BDSM interessieren. Die, genau wie wir, ihre Fantasien ausleben oder aber von den Dingen träumen und sich nicht trauen sie in die Realität umzusetzen.

Dennoch lebt in mir weiter der Wunsch, die Art wie wir leben einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen, dass meine Neigung weder verrückt noch behandlungsbedürftig ist. Dass ich sie vielmehr als Geschenk ansehe, als etwas was mich besonders macht, was mich tiefer fühlen und intensiver leben lässt. Dass sie etwas ist, was mir Stärke gibt, Selbstvertrauen und das unbändige Verlangen mein Leben nach meinen eigenen Wünschen zu gestalten.

Ich habe mich lange gegen den Gedanken gesträubt ernsthaft in Betracht zu ziehen ein Buch über das Thema zu verfassen. Zu billig kam es mir vor auf den Zug aufzuspringen, den The fifty shades of Gray anführt. Doch empfinde ich viele Literatur die über unsere Neigung geschrieben wird als fremd. Menschen die uns nicht kennen schreiben Bücher darüber wie wir seien, wie wir tickten und treffen den Kern unseres Wesens doch nicht.

Daher habe ich die Frage an euch. Empfindet ihr es als billiges Trittbrettfahren? Als aufspringen auf den Zug? Oder empfindet ihr die in den letzten Jahren entstandene Literatur als genauso fremd wie ich? Habt ihr auch das Bedürfnis dem etwas entgegenzusetzen oder lasse ich mich von Kommentaren und E-Mails verführen? Ich würde mich sehr über eure Gedanken zu dem Thema freuen.

Liebe Grüße

Nadine

36 Gedanken zu „Eure Meinung ist gefragt!

  1. Hallo,

    Ich finde die Idee ganz und gar nich doof.

    Shades hin oder her.

    Ich bin davon überzeugt dass Ihr es schaffen würdet ein Buch zu schreiben, das des Pudels Kern sehr gut treffen würde und sachlich genug sein wird um eben genau nicht in diese Nische von Shades zu rutschen.

    Auch Ich habe mich, wenngleich auch schon bei einem anderen Thema, an das Projekt Buch herangewagt und weiss dass es auch einiges an Disziplin braucht um am Ende ein gutes Ergebnis zu erhalten.

    Doch wenn man mit Spass an der Sache dran ist kann das wirklich sehr viel Freude machen.

    Gehts einfach mal an. Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

    Ich drück euch die Daumen.

    Toi Toi!

    Philipp

    • Hallo Phillip,

      vielen Dank für deinen ersten Kommentar 🙂

      Du hast natürlich recht, dass es eine Menge Disziplin braucht um ein Buch zu schreiben. Andererseits schreibe ich ja auch regelmäßig hier im Blog und es macht mir eine Menge Spaß. Natürlich müsste man in einem Buch sorgfältiger sein und das Ganze auch in einen ordentlichen Stil bringen, hier spare ich mir meistens das Korrekturlesen – auch wenn ich das eine oder andere Mal rot anlaufe wenn ich später den einen oder anderen Patzer entdecke..

      Mir war es vor allem wichtig zu erfahren, wie andere dazu stehen ein Buch zu dem Thema zu veröffentlichen – jetzt nach dem eben dieser Hype war. Ich mag das Buch und die Art wie er uns darstellt nicht und ich glaube das ist mit ein Grund wieso ich dem gerne etwas entgegensetzen möchte.

      Liebe Grüße

  2. Liebe Nadine,
    ich bin nun schon eine ganze Zeit stille Mitleserin deines Blogs und muss sagen, dass ich deine Idee prima finde. Gerade weil sich die Möglichkeit zum ‚Trittbrettfahren‘ anbietet. Denn wenn es dein (oder euer) Wunsch ist eine breite Menge anzusprechen und somit nicht nur bereits BDSM interessierte Menschen zu erreichen ist es doch prima das Scheinwerferlicht zu nutzen, dass derzeit auf das Thema BDSM ‚dank‘ Fiifty Shades of Grey fällt. Denn was würde es helfen, wenn ein Buch zwar da ist, aber nicht gesehen wird?
    Ich persönlich würde mich sehr über ein Buch ‚von uns – über uns‘ freuen, das anders als die zumeist verfügbare Literatur die Dinge nicht von außen sondern von innen beschreibt.
    Lieben Gruß und schon einmal viel Erfolg, Felis

    • Hallo Felis,

      vielen Dank, dass du dich einmal gezeigt hast – ich sehe ja immer, dass es deutlich mehr Leser gibt als Kommentatoren und es ist schön mal wieder eine Leserin kennenzulernen 🙂

      Vielleicht hast du recht und ich mache mir auch einfach zu viele Gedanken, wie es aufgenommen werden wird. So nach dem Motto noch eine die auf den Zug aufspringt. Ich möchte aber wirklich etwas ganz anderes als F S o G schreiben – wie du schon sagtest mehr von innen als von außen 🙂

      Vielen Dank für deine Glückwünsche

      Liebe Grüße

  3. Hi Nadine (& Xander) 😀

    Also ich finde vieles in der Literatur gar nicht so befremdlich. Claudia Varrins Bücher über Dominanz und Unterwerfung und Grimmes Handbücher (SM und Bondage) sind super Begleitwerke. Ich finde es immer gut wenn jemand versucht, unsere Leidenschaften und Ansichten einem breiteren Publikum zu öffnen. Umso mehr Öffentlichkeit wir herstellen können, desto weniger wird BDSM tabuisiert. Also nur Mut. Schreib das Buch.

    • Ich hoffe, dass du recht hast und mehr Öffentlichkeit dazu beiträgt uns in ein anderes Licht zu rücken. Ich mag es einfach nicht, dass ich immer gezwungen bin zu verheimliche was meine sexuellen Bedürfnisse sind und nach außen immer eine Fassade aufzubauen. Aber ich könnte kaum meinem Beruf nachgehen, wenn ich sagen würde was ich mag. Das würde wohl zu großen Problemen führen. Ich habe einfach die Hoffnung, dass sich dies irgendwann ändert und man einfach akzeptiert wird wie man ist und nicht für krank erklärt wird 🙂

      Liebe Grüße

  4. Hi,

    Ich finde es schwierig, denn nur wenn du richtig gehypt wirst, kannst du die Breite Masse aller shadesofgrey erreichen und dies ist in der Regel nicht der Fall, sondern Ausnahmeerscheinungen.
    Das Resultat wäre wahrscheinlich, dass du wie auch mit dem blog Menschen erreichen wirst, die das Thema leben egal ob aktiv oder nur im Kopf, die wenigstens beschäftigen sich mit dem Thema rein interessehalber.

    Das soll nicht heißen, dass ich es nicht lesen würde, im Gegenteil. 🙂
    Aber das ist ja nicht nur die Zielgruppe die dir vorschwebt, wenn ich das richtig verstehe.

    Vg l.

    • Ich glaube auch nicht, dass ich eine Masse wie Shades of Grey erreichen kann. Das ist wohl eine Ausnahmeerscheinung wie Harry Potter 😉 Aber auch wenn ich nur einige Menschen zum nachdenken anrege und die vielen positiven Effekte für mein Leben herausstreiche, dass ich eben nicht verrückt bin – sondern ganz normal – nur eben mit anderen sexuellen Bedürfnissen – das wäre doch auch schon schön 🙂

      Vielleicht ist es auch nicht schlimm, wenn es nur Menschen lesen die sich mit dem Thema beschäftigen. Denn Meinung muss ja irgendwo entstehen und kann sich langsam ausbreiten.

      Vielleicht klingen meine Ansprüche einfach zu hoch – und ich sollte mir kleinere Ziele stecken 😉

      Liebe Grüße

  5. Ich plane, irgendwann, wenn ich genug BDSM-Einleitungsartikel zusammen habe, mal ein e-Book daraus zu machen und das kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Da geht es allerdings dann mehr oder weniger pur um Informationen (und Meinungen). Ich weiß nicht ganz, ob ihr die Idee habt, ein Buch mit Sessionberichten oder eher mit Informationen, was BDSM so ist, zu machen. Ich würde beides lesen – ersteres würde aber möglicherweise tatsächlich wie Kat erwähnt größtenteils eh schon an BDSM interessierte Menschen ansprechen und letzteres möglicherweise nicht die breite Shades Of Grey Masse ansprechen… Die Idee ist aber auf jeden Fall gut und ihr habt nichts zu verlieren! Warum also nicht? Als Trittbrettfahren empfinde ich es jedenfalls nicht.

    • Hey,

      das ist eine schöne Idee und du hast ja wirklich schon eine Menge guter Informationen zusammengetragen. Es würde mich freuen, wenn du neben der kleinen noch Zeit finden würdest für ein eBook, da ich glaube, dass es viele Menschen mit unserer Neigung gibt – die auf der Suche nach Informationen sind.

      Ich weiß auch noch nicht genau was ich für ein Buch schreiben will – über meine eigenen Erfahrungen und darüber wie ich mich verändert habe und selbstbewusster und bestimmter geworden bin in dem ich meine Neigung akzeptiert habe, bestimmt eigentlich meine Überlegungen.

      Ich werde wohl noch darüber nachdenken müssen 😉

      lg

  6. Hey Nadine,

    ich finde die Idee auch gut 🙂 Ich glaube auch nicht, dass es schlimm ist, wenn du nicht so ein riesiges Publikum wie Shades of Grey findest. Mir hat euer Blog jedenfalls sehr geholfen mehr zu mir zu finden und zu sehen, was eigentlich bei mir falsch läuft.

    Außerdem finde ich deine Artikel viel tiefer und echter als dieses gehypte Buch und glaube, dass es sich schon ein wenig herum spricht – wenn auch natürlich nicht in dieser Dimension – aber das ist dir ja vielleicht auch recht – denn selbst an die Öffentlichkeit willst du ja eher nicht…

    Ich finde die Idee auf jeden Fall gut 🙂

    Lg

    • Hallo,

      es freut mich, dass unser Blog dir geholfen hat 🙂 und vielleicht ist das auch eine gute Idee in welche Richtung ich mich mehr bewegen sollte. Etwas in Richtung Grey will ich ja sowieso nicht machen und darum finde ich es auch nicht schlimm, wenn ich nicht so ein großes Publikum erreiche.

      Und du hast vollkommen recht – an die Öffentlichkeit will ich auf keinen Fall 😉

      Liebe Grüße

  7. Hey also ich habe ja schonmal gesagt, dass ich finde dass du super schreiben kannst, aber ich glaube auch dass man euren Blog nur liest bzw. findet , wenn man weiß was man sucht. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Allerdings finde ich, dass gerade wie ihr das schreibt, man nicht das Gefühl hat es mit einem aufs pornografische reduzierten blog zu tun hat, sondern man erkennt das da „normale“ menschen dahinter stecken. Ihr wirkt einfach echt. Ich hoffe es ist verständlich was ich damit meine. 😉
    Und mal ehrlich shades of grey funktioniert eher wegen der Liebesgeschichte a la twilight und der Rest ist meiner Meinung da eher zweitrangig. Aber abgesehen davon habe ich persönlich schon das Gefühl das viele Bücher überzogen sind bzw. dann einfach auch plump und vulgär wirken, wenn man mal von Ratgebern absieht. Natürlich hab ich nicht unmengen gelesen, aber ich finde nicht das davon irgendwas so ehrlich und echt rüber gekommen ist wie bei eure Blogeintrage. Gerade wie du über deine Empfindungen und Gefühle schreibst, sowas hab ich bisher nie gelesen. Also ich würde es sofort kaufen, aber ich kann das natürlich auch nur sehr subjektiv sehen, weil ich ja selbst weiß wovon du da schreibst …..
    Liebe Grüße

    • Hey,

      Vielen Dank für dein Lob!

      Jaa genau darum geht es mir eigentlich – um meine Gefühle und Empfindungen und dass ich meine Neigung als etwas Positives sehe, was mein Leben bereichert und nicht als etwas komisches für das ich mich Schämen muss – ich glaube das ist mir wichtig…
      Ich mag diese Konzentration auf das pornographische auch nicht – daher vielen Dank, dass du die Art wie ich schreibe nicht so empfindest 🙂

      Ich denke, wenn ich die Kommentare so resümiere – werde ich wohl einsehen müssen, dass ich vornehmlich Menschen erreiche die in irgendeiner Form einen Bezug zu dem Thema haben – wobei das ja nicht schlimm ist – vielleicht kann ich ja einigen dabei helfen für sich selbst mit ihrer Neigung besser umzugehen – da wäre ja auch ein Erfolg 🙂

      Liebe Grüße

      • Also ich glaube ihr helft damit schon mehr Leuten als euch eigentlich bewusst ist 😉 !!!

  8. Hey Nadine,
    gern auch nochmal hier, damit es jeder lesen kann:

    JAAA, schreib ein Buch!!

    Aber setz‘ dir kleine Ziele… schon wenn ihr damit längst BDSM-Interessierte weiter informiert, ihnen die Feinheiten des „Spielens“ bewusst macht, ihnen neue Ideen liefert, dann ist das doch schon einiges wert 🙂
    Oder denk an Lea, die sich nun dank deiner Erzählungen ein stückweit über ihr Leben Gedanken macht.
    Oder an mich, die sich immer mehr in dieser Sparte heimisch zu fühlen beginnt… mit Unterstützung deiner Einträge (und auch denen von Xander, der ja z.B. mal aus der „anderen Richtung“ von der allerersten Session berichtet hat… das war auch interessant zu lesen.. die Gefühle eines Doms zu begreifen… ihn als Mensch zu sehen, nicht als stupiden Sadisten).

    Wobei ich mich frage, obs denn noch was aus dem Nähkästchen zu plaudern gibt, was noch NICHT in diesem Blog steht…? 😉

  9. Ist doch egal, ob Du Trittbrittfahrer bist oder nicht? Ist die Shades-Autorin doch auch…

    Ich empfinde allerdings die aktuelle Literatur als gar nicht so befremdlich. Ich lese berufsbedingt viel. Gute BDSM-Geschichten kranken oft am Schreibstil oder an der Storyline (was der Charon-Verlag da zum Teil im Angebot hat ist schriftstellerisch ekelerregend dilettantisch, obwohl die Geschichten von echten SMlern zu sein scheinen). Ist die Geschichte dann was gefällliger geschrieben, ist sie massentauglicher, aber dann bleibt eben oft der BDSM-Gedanke zu sehr im Hintergrund.

    Shades war kein BDSM-Buch, sondern einfach Pornografie mit ein bisschen Hauen. Ich fand’s grausam, aber man konnte es in 2 Tagen locker flockig durchlesen. Unter anderem das hat es zum Erfolg gemacht. Die Sleeping Beauty-Reihe von Anne Rice enthält echte harte SM-Praktiken, nur ist da für mich emotional nix nachzuvollziehen. Das ist für mich das andere Extrem. 80 Days ist irgendwo dazwischen.

    Und genau das ist ja der Knackpunkt: Wie will man einem Leser, der bisher meinte, BDSM sei was für Kinderschänder, die Emotionen hinter BDSM so geschmeidig verständlich machen, dass er Bock hat, das Buch zu lesen? Bücher werden immer dann verschlungen, wenn sich der Leser mit den Charakteren identifizieren kann. Das ist halt schwer bei den Randgruppen-Themen.

    Also, schreibt wenn Ihr Bock darauf habt. Schreibt aber nicht, um zu bekehren oder zu erklären…

    • Hey Ann,

      du bist immer so gut informiert und irgendwann muss ich mal mehr über dich erfahren. Auch wenn ich schon eine stille Mitleserin deines Blogs geworden bin und weiß das Tanz und süße Kerlen deinem Geschmack entsprechen 😉

      Ich habe wohl nicht so viel Literatur wie du zu dem Thema gelesen, aber mir missfällt meist die recht plumpe Art der Bücher. Irgendwie erwarte ich immer mehr tiefe und auch die Zuneigung zwischen den Menschen und meistens bleibt es einfach auf einer recht flachen Stufe stehen 😦

      Ich werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen und versuchen niemanden zu bekehren – wobei das wohl sowieso recht schwer ist 😉

      Liebe Grüße

      • Ich lese berufsbedingt sehr viel – da kann so schnell keiner mithalten, und das muss er auch nicht.

        Und was BDSM anbelangt: Ich war mal etwa 10 Jahre sehr aktiv mit eigenem Sklaven… Meine beste Freundin hatte ein Dominastudio. Das ist aber Vergangenheit und spielt (zurzeit) für meinen Blog z.B. keine Rolle.

        Wenn ich eine Liebesgeschichte lese, dann möchte ich verstehen, warum die beiden sich lieben. Bei Shades hab ich das nie verstehen können. Was wollte Christian von Ana – oder umgekehrt? Da hat auch das bisschen Hauen nicht geholfen. Bei einem anderen Buch („Beautiful Disaster“ – ist eigentlich Jugendliteratur) hat das aber so gut geklappt, dass ich mich glatt in Travis verknallt habe. Das fand ich klasse. Ich will immer verstehen, warum jemand etwas gut oder schlecht findet. Das ist eben bei den meisten BDSM-Büchern nicht gegeben und kommt, wie Du schon sagst, plump rüber.

  10. Liebe Nadine,

    all das brennt in dir und es ist dir ganz offensichtlich ein Bedürfnis, das wahre Wesen unserer ganz besonderen Lebensart so zu publizieren, dass es für die Menschen, die meinen über uns urteilen zu müssen, soweit greifbar wird, dass eine größere Akzeptanz und Toleranz afgebaut wird. Nun aber stellt sich mir die Frage, in welche Richtung du mit einem geplanten Buch tatsächlich gehen willst. Was soll es genau werden? Ein BDSM-Lexikon mit vielen sachlichen Erklärungen? Ein Roman mit einer Handlung, die reißerisch mitreißt und in eine schmerzlusterfüllte, auf einem Machtgefälle aufgebaute, sinnliche und erotische Welt entführt? Oder gar ein Almanach, in dem man je nach Lust und Laune die Lesereihenfolge selbst bestimmen kann? Oder, oder, oder ….. Der Möglichkeiten gibt es viele. Und wer wird es dann kaufen? Sicher doch erst einmal diejenigen, die bereits ihre Verankerung im BDSM gefunden haben oder sich in diese Richtung orientieren. Die Frage ist, wie willst du die „Unwissenden“ erreichen? Ich möchte dich nicht entmutigen, aber all das sind nur einige der vielen Fragestellungen, die du vorab für dich klären musst.
    Vielleicht solltest du es erst einmal mit einem ebook versuchen und entsprechend des Umsatzes dann entscheiden, ob es eventuell zu einer Druckversion kommen wird.
    Egal, wie du dich entscheiden wirst, ich finde dein Vorhaben toll und achtenswert und drücke dir die Daumen für deine Pläne.

    Herzliche Grüße
    Selina B.

    • Je es ist mir wirklich ein Bedürfnis den Menschen klarzumachen, dass es eine „vernünftige“ sexuellen Neigung ist und nichts abartiges vor dem man sich fürchten muss. Ich will einfach ein wenig aus dieser „Perversenecke“ raus in der wir uns leider immer noch in zu vielen Köpfen befinden.
      Ich will einfach, dass es akzeptiert wird als das was es ist und ich nicht schief dafür abgesehen werde – das will ich irgendwann einmal erleben. So wie es heute schon in den skandinavischen Ländern viel mehr akzeptiert ist…
      Du hast recht, ich muss mir wohl noch viele Gedanken machen – wobei ich erst einmal entscheiden wollte, ob ich überhaupt eines schreiben wollte.
      Ich bin durch die vielen Kommentare für mich selbst aber zu der Überzeugung gekommen, dass ich mir viel zu viele Gedanken mache – das ich als Trittbrettfahrern aufgefasst werden könnte und mir einfach weniger Gedanken machen sollte was andere denken 😉

      Ich denke, ein eBook könnte eine gute Idee sein – wobei das wohl eine Überlegung ist, die erst in weiter Zukunft auf der Tagesordnung steht…

      Vielen Dank für’s Daumendrücken 🙂

      Liebe Grüße

  11. Buch hin oder her, die Frage kann ich nicht beantworten. Ich lese hier nun aber schon seit einiger Zeit mit und würde mir als micht-BDSMler mehr über eure Beweggründe wissen. Die Geschichten sind immer wieder interessant und anregend zu lesen, aber im Grunde meines Herzens frage ich mich schon oft: „warum tut man sich sowas an?“ Vielleicht schreibt ihr mal, warum euch eine Situation, eine Praktik oder ein Spiel so antörnt – und vielleicht auch mal aus der Sicht deines Herrn…
    DAS wär doch was für ein Buch 🙂

    • Hey,

      schön mal einen aufgeschlossenen Vanilla zu sehen 🙂

      Ich werde mir Mühe geben zu versuchen mehr über meine Motivation zu schreiben – wobei es einfach schwer ist die Liebe für etwas zu erklären. Genau wie Fußballfans – wie sollen die mir ihre Liebe zu einem Verein verständlich mache – es ist einfach eine schwere Aufgabe – aber ich werde mein möglichstes tun 🙂

      Liebe Grüße

  12. Ich habe die ersten 10 Seiten von dem erwähnten Buch gelesen (eBook Leseprobe). Ist beschissen …
    Was ich wirklich eine spannende Idee finde, ist eine Art Dokumentation, ein dokumentarischer Bericht, weniger ein Roman, bei dem die beteiligten Personen ganz real über ihre Empfindungen sprechen und in dem Du über deine Erlebnisse, Wünsche, Träume etc. schreibst.
    Mich nerven, auch an „der BDSM-Szene“, Klischees. Es wäre ein Augenöffner genau daran etwas zu ändern und mal etwas zu lesen, was eben keine Klischees bedient, sondern Dich als Person, die zwar scheinbar „anders“ ist aber doch einfach „nur“ Mensch. (Und deshalb wie jeder Mensch etwas einmaliges und besonderes)

    • Hey,

      da sind wir absolut einer Meinung – mich nerven die vielen Klischees auch. Ja genau das ist es, was mir ein Anliegen ist – darüber zu schreiben, dass viele der blöden Geschichten und Vorstellungen über uns einfach nicht stimmen.

      Das wir nicht den ganzen Tag in Latexklamotten rumrennen. Ich kann mich noch gut an eine Scene in CSI erinnern die es vor ein paar Jahren gab. Da war ein PetPlay zu sehen und es war einfach alles nur lächerlich und einfach nur peinlich – und genau diese Vorstellungen haben dann viele Menschen darüber wie wir angeblich seien.

      Es hätte mich jetzt wirklich geschockt wenn du das Buch durchgelesen hättest 😉

      Liebe Grüße

  13. Ich hab auch schon überlegt, eine Art satirische Replik auf die Shades zu verfassen, schon aus Prinzip und weil ich mich in meiner Intelligenz beleidigt fühle …
    Ein Buch für die Allgemeinheit zu verfassen, wäre möglicherweise auch sinnvoll, ich habe da mitunter schon die seltsamsten Diskussionen führen müssen mit verschiedenen, auch intelligenten Leuten. Als sinnvollen Einstieg empfinde ich ansonsten Kathrin Passigs und Ina Strübels „Wahl der Qual“, aber ich bin auch eher ein Eingeweihter 🙂

    Mit Samya hatte ich das Thema auch schon ab und an angeschnitten, aber wir hätten beide potentielle Probleme, wenn unsere Klarnamen auftauchen würden. Pseudonym wäre für mich z.B. in Ordnung.

    • Hey,

      schön dich auch mal kennenzulernen. Vielleicht solltest du das wirklich mal machen 😉 Mein Liebster ist von dem Buch auch nicht gerade positiv angetan 😉

      Ich glaube, ich hätte auch ein gewaltiges Problem damit, wenn mein Klarname auftauchen würde und wir geben uns auch große Mühe, dass dies nicht passiert.
      Ich werde mich wohl noch damit beschäftigen müssen wie ich das bei einem Buch regeln kann – aber bevor mein Name da irgendwie mit in Verbindung gebracht werden kann – da lass ich lieber die Finger von einem Buch… 😉

      Muss mal sehen wie es geht…

      Liebe Grüße

  14. Dieses Shades-Dingens ist doch Twilight in Grün, oder? Ich persönlich kenne noch kein sadomasochistisches Werk, das unverblümt und dennoch gut geschrieben daher kommt.

    An so etwas versuche ich mich auch immer mal wieder, mit bisher mäßig zufriedenstellenden Resultaten.

    So etwas würde ich sehr gerne lesen, die Idee mit dem (pseudo) autobiographischen Anstrich finde ich auch gut.

    Gibt es eigentlich gute Literatur aus Sicht der dominanten Person? Falls nein wäre dies auch ein interessanter Ansatz.

    Wer möchte, kann sich einen meiner Versuche ansehen unter

    http://knowyourgods.wordpress.com/2013/01/30/love-suicide-the-gilded-palace-of-sin-a-masochistic-novel-graphic/

    • Hey,

      ich bin mit der bestehenden Literatur auch etwas unzufrieden 😉
      Ich werde deine Bemühungen weiter verfolgen und wünsche dir viel Erfolg 🙂
      Mh – ich bin nicht dominant und kann daher schlecht darüber schrieben 😉

      Liebe Grüße

      • Hallo!

        Wahrscheinlich gibt es gute Literatur in Mengen. Lediglich die Konsumententauglichkeit nimmt im Bereich SM genauso ab, wie die Realitätsnähe zunimmt.

        Ja, über Dominanz sollte schreiben, wer dominant ist.

        Liebe Grüße zurück!

      • Ja du hast bestimmt recht und es gibt gute Literatur – ich bin nur mit dem was ich bisher gelesen habe nicht so zufrieden. Nicht das der Eindruck entsteht, ich würde glauben, ich könnte viel besser schreiben als alle anderen oder so…

        lg

  15. Hi.
    Ich sage nur eines dazu.
    Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigenen Ansichten. Somit würde ein Buch von Euch, ein neues Werk zu dem Thema BDSM sein und das macht es auf jeden Fall interessant.
    Jedes Buch, ist eine Bereicherung für das Thema um was es sich dreht, denn jeder sieht die Dinge anders und schreibt sie somit anders auf.

    • Ja – ich denke du hast recht 🙂
      Ich bin mir durch die vielen Kommentare auch viel sicherer geworden, dass es eine ganz gut Idee ist und werde wenn ich umgezogen bin und mehr Zeit habe mich intensiever mit dem Thema befassen…
      Vielen Dank für deine Meinung 🙂
      Liebe Grüße

  16. Ich hab‘ mich das schon vor Jahren gefragt, mich dann aber – wegen Zeit und Aufwand – dagegen entschieden. In meinem Blog steht ja schon ALLES, was ich rund um BDSM zu sagen habe. Und es lesen nicht nur Aktive mit, sondern auch viele, die „sich interessieren“. Ohne ein irgendwie geartetes Interesse, ohne einen Funken von Neigung (die auch viele Nicht-SMler haben) wird jemand auch kein einschlägiges Buch kaufen.

    Aber wer Lust und Zeit hat, sollte ein Buch machen, klar! Allein schon, weil es so viele Facetten des Verständnisses von BDSM und der verschiedenen „Spielarten“ gibt. Die sich zudem noch im Lauf des Auslebens ändern können – wie recht drastisch in meinem Fall. In den Anfangsjahren als „begeisterte Sub“ hätte ich ein ganz anderes Buch geschrieben als heute.

    Toll, wenn es verschiedene Bücher für all diese Aspekte, Phasen und Sichtweisen gibt!

    • Hey Clu,

      vielen Dank für dienen Kommentar!
      Ich habe mich wirklich gefreut, von dir zu lesen, da ich deinen Blog natürlich auch kenne 🙂
      Du hast wohl recht, dass ein Buch sehr viel Arbeit bedeutet – aber ich denke ich werde diese wohl auf mich nehmen und im Sommer ein Buch schreiben – darüber was SM für mich bedeutet und wie es mein Leben beeinflusst hat…
      Ich bin inzwischen auch schon etwas über fünf Jahre aktiv und weiß wie man sich anfangs fühlt – du hast ja einmal einen tollen Eintrag darüber geschrieben – da hab ich mich ganz schön wiedererkannt 😉

      Liebe Grüße

      Nadine

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