Der blöde Teppich

Ich war froh, als ich Freitagmittag meine langsam immer mehr in Kartons verschwindende Wohnung verlassen konnte. Ich fiel meinem Liebsten um den Hals, gab ihm einen Kuss und genoss seine Hand die langsam meinen Rücken hinab strich. Eilig zog ich die Tür hinter mir zu und als ich den Schlüssel das zweite Mal herumdrehte war mein Liebster mit meinem Koffer bereits auf dem Weg zum Auto. Ich stürmte die Treppe hinab und schon bald waren wir auf dem Weg.

Er war verdächtig ruhig und so begann mein Verstand bald darüber zu spekulieren, was er wohl für eine Gemeinheit plante. Ich blickte ihn verstohlen an, doch seine Aufmerksamkeit galt vollkommen der Straße, dem Laster der uns zwang unsere Geschwindigkeit zu halbieren und ich beobachtete ein leichtes Lächeln über das Gesicht meine Liebsten huschen als wir endlich wieder beschleunigen konnten.

In der Wohnung meines Liebsten hatte ich kaum Zeit mich zu entspannen, schon bald stand er mit einem Staubsauger vor mir und ich musste seinen großen blöden Teppich im Wohnzimmer saugen. Genervt von seiner blöden Aufgabe schrubbte ich laut über den Teppich und nutzte jede Möglichkeit um meinen Unmut kundzutun. Böse sah ich ihn an, wenn er meine Arbeit kontrollierte, riss am Staubsauger und stellte mich so blöd wie möglich an.

Er setzte sich genüsslich auf das Sofa und sah mir zu. Ich sah ihn finster an, während ich mich vor ihm auf den Teppich knien musste um die letzten Staubkörner aus dem Teppich zu saugen. Genüsslich naschte er Gebäck und ich fühle mich ganz schrecklich ausgenutzt und für schreckliche Hausarbeiten missbraucht.

Während ich mit mühe versuchte den Teppich zu reinigen kümmelte mein Herr Stück seines Gebäcks vor mir auf den Teppich. In mir brannte es vor Zorn, ich blickte in sein ätzend höhnisches Grinsen und saugte wütend über die neuen Krümel. Er stellte seinen Fuß auf den Schlauch des Saugers so, dass er all seine Kraft verlor. Ich begann innerlich zu kochen, doch mein Herr provozierte mich weiter in dem er alle Krümel aus der Gebäcktüte über mir ausleerte. Ich fauchte ihn an, in meinen Augen blitzte purer Hass auf, doch mein Herr zwang mich seinen Schuh zu küssen. Die Fratze seines Grinsens war schwer zu ertragen und ich musste all meine Kraft zusammennehmen um erneut die Krümel aus dem Teppich zu saugen. Ich fühle seine Macht über mich, wie er sich über meine Bemühungen lustig machte, wie er mich verspottete.

Ich saugte weiter, das laute Summen des Staubsaugers drang immer tiefer in meine Ohren und ließ meine Umgebung verschwinden. Wo immer ich hinsah, konnte ich eine neue Fluse entdecken, einen Krümel, ich saugte und saugte bis plötzlich das Staubsauger ausging. Ich sah hinter mich, mein Herr hatte den Stecker in der Hand und kam langsam auf mich zu. Ich drehte mich immer noch kniend um. Mein Herr sah mich einen Moment schweigend, argwöhnisch kommentierte er jede Fluse die seine Augen entdecken konnten und ließen mich an meiner Fähigkeit zweifeln einen Teppich zu reinigen.

Mein Herr sagte ich solle den Staubsauger weckbringen und den Teppichklopfer holen. Vorsichtig schleppte ich den Staubsauger zurück und griff ehrfürchtig nach dem Teppichklopfer. Mein Herr befahl mir, mich bis auf die Unterwäsche auszuziehen und lege mit dem gebogenen Werkzeug auf meinem Hintern an. Ich schrie und krallte meine Hände in das Sofa. Flusen, klatsch, überall Flusen, klatsch.

Bald brannte mein Hintern unter der Strafe meines Herrn. Ich bald war meine Wut auf ihn vergessen und ich fühlte mich schrecklich unfähig. Wie konnte ich bloß unzählige Flusen übersehen, eine ganze Stunde hatte ich gesaugt und doch war ich zu blöd den Teppich zu reinigen. Ich biss die Zähne zusammen und bereitete mich auf den nächsten Schlag vor, der meinen ganzen Körper einige Zentimeter weiter Richtung Sofa katapultierte.

Ich musste mich auf den Teppich legen und mein Herr wickelte mich in den Teppich ein. Ich versuchte mich zu bewegen, doch der schwere Teppich schloss mich vollkommen in sich ein und stahl mir meine Kraft. Kaum Licht drang zu meinen Augen vor, er schluckte den Schall und ließ mich den Film den mein Herr sah nur halb mitbekommen. Ich stemmte meinen Körper gegen die weichen Mauern die mich umgaben, doch konnte ich mich nicht befreien. Ich musste daliegen und meine eigene Machtlosigkeit spüren. Selbst er Teppich meines Herrn war stärker als ich und drückte mir seinen Willen auf.

Ich lag da und musste meine Lage akzeptieren.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wickelte mich mein Herr aus dem Teppich aus und sah mich herablassend an. Ich fühlte mich ganz schrecklich klein und setzte seinen Befehlen nichts entgegen. Er schloss meine Hände mit Handschellen auf meinen Rücken und ich musste ihn mit meinem Mund verwöhnen. Dann nahm er mich wie es ihm gefiel und ich musste mich jedem seiner Wünsch beugen.

Dann musste ich mich vor ihm auf dem Sofa auf den Boden knien, mein Herr rückte sein Handy und zeigte mir ein Bild das er letzte Woche von mir gemacht hat. Er sagte, er hätte es hundertfach ausgedruckt. Vor Schreck stockte mein Atem, er holte einen Stapel Fotos hervor und zeigte mir das erste. Ich sah ihn panisch an, während er sich genüsslich zurück lehnte und sagte, dass ich heute Abend alle Fotos mitnehmen müsste. Erst dann entließ er mich in die Dusche, damit ich mich für den Abend fertig machen konnte.

In meinem Kopf pochte die Vorstellung es peinlichen Bildes, das mich zwar mein Gesicht unter meinen Haaren verbarg aber dennoch ein schreckliches Werkzeug in den Händen meines Herrn war. Aufgedreht und mit tobenden Gedanken was er wohl schreckliches vorhatte ließ ich das warme Wasser der Dusche über meinen Körper strömen.

8 Gedanken zu „Der blöde Teppich

  1. Genial Staubsaugen zu integrieren, sowas lese ich so aber auch zum ersten Mal 😀 Kann mir echt vorstellen wie du dich dabei gefühlt hast *g* War aber auch echt gemein 😉

    Liebe Grüße

  2. Ich glaube ich kauf mir auch einen Teppich 🙂

    Wirklich wunderschön und ich bin auch schon ganz gespannt wie es weitergeht 🙂

    Liebe Grüße

  3. Fiese fiese Aufgabe und dann sind da doch noch überall Flusen,
    das kenn ich, meine Mutter ist vor Allem in der Küche ein echter Putzteufel und wenn sie mich dann besuchen kommt sehe ich überall noch Staubkörner auf dem gerade gewischten Flächen.

    Sehr schöne Geschichte ^-^

    lg
    Sarah

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.