Wieder zusammen

Einen Monat habe ich alleine in meiner neuen Heimat verbracht. Mich über meinen Vorgänger im Büro und sein Chaos geärgert, über das zensierte Internet, das mich nicht auf meinen Blog ließ und manchmal über meine Entscheidung hierher zu ziehen selbst.

Jeden Tag habe ich den Kalender angestarrt und mir gewünscht, dass die Tage schneller vergehen. Jeden Abend an die vielen Stunden mit meinem Liebsten gedacht und dann war es endlich soweit. Mein Liebster würde mich besuchen kommen.

Schon das Aufwachen war anders an diesem Tag. Ich war hellwach und konnte es nicht glauben. Ich starrte den Kalender an und schäumte innerlich vor Glück, dass ich endlich der Langeweile entkommen würde. Ich rannte durch meine Wohnung, versteckte die letzten nicht ausgepackten Kisten in der Abstellkammer, schrubbte über meine fast unbenutzte Küche und überlegte zum zweihundertfünfzigsten Mal was ich bloß anziehen sollte. Ich blickte aus dem Fenster, doch das Wetter der alte Verräter, zwang mich zu wesentlich mehr Stoff als ich wollte.

Ich ließ die Taxis links liegen, die mich in den letzen Wochen zu mancher Irrfahrt gezwungen haben und nutzte die mit einer Milliarde Chinesen verstopfte U-Bahn, stieg in der Longyang Straße in den Transrapid und donnerte meinem Liebsten entgegen.

Ich beäugte die Anzeige im Flughafen und mit Erleichterung konnten meine Augen FRA nach PVG lesen. Ungeduldig schlich ich zwischen den anderen wartenden umher, dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich meinen Liebsten sehen wie er sich seinen Weg durch die Menge bahnte.

Ich schoss ihn in meine Arme, klammerte mich ganz fest im seinen Hals und presste meinen Kopf gegen seine Brust. Ich fühlte seine Hand in meinem Rücken, wie sie langsam tiefer glitt und als sie meinen Hintern berührte, gab er mir einen Kuss. Ich sah ihm in die Augen, meine Seele war unwillig ihn loszulassen und so blieben wir noch eine Weile mitten im Weg stehen und die unzähligen Menschen die an uns vorbei hetzten und uns anrempelten verschwanden für einen langen Kuss aus unserer Wahrnehmung.

Wir fuhren zurück in die Stadt und ich wünschte die leise summende Bahn wäre schneller als ich mich an die Schulter meines Liebsten kuschelte und ihm mein Leid mit den Chinesen klagte. Wieder an der Longyang Straße angekommen betrachteten wir die überfüllten Bahnen und gerade als ich mein altes Klagelied wieder anstimmen wollte, packte er mich und stopfte mich in einen der Wagen.

Zuhause angekommen zeigte ich meinem Liebsten meine Wohnung, doch sein Blick wandere schnurgerade auf die Abstellkammer zu. Ich ahnte, dass mich diese Kammer noch verfolgen würde, doch erst einmal packte ich meinem Liebsten den Koffer aus und ordnete seine Kleidung feinsäuberlich in meinem Schrank. Als ich fertig war, lag er in meinem Bett, ich schlich mich an und betrachtete ihn einen Moment. Dann zog ich mich leise und vorsichtig aus und legte mich neben ihn. 13 Stunden Flug wie ätzend dachte ich und haderte wieder mit der Entfernung, als ich plötzlich seine Hand langsam über meinen Körper gleiten spürte.

Er küsste meinen Rücken und als er an meinem Hals angekommen war, strichen seine Hände meine Arme entlang und willig ließ ich mir meine Hände auf den Rücken legen. Er klemmte meine Oberschenkel zwischen die seinen, presse meine Arme schmerzhaft in den Rücken und wenig später fühlte ich wie seine andere Hand auf meinem Hintern aufschlug.

Ich jammerte ein leises Aua, als schon der nächste Schlag meinen Hintern den alten Schmerz erinnern lies. Ich genoss seine Hand die unaufhörlich meinen Po mit lautem Schallen traf, entspannte mich unter dem wohligen Schmerz der meine Lust auf meinen Herrn noch weiter entfachte. Bäumte mich auf als seine Treffer noch fester wurden und genoss es doch.

Mein Herr stand auf, zog mich an den Beinen soweit aus dem Bett, dass nur noch mein Oberkörper im Bett lag und ging aus dem Schlafzimmer. Mit vor Lust geschwängertem Blut lauschte ich ihm hinterher und vernahm wie er das Eisfach in der Küche öffnete. Mit fragendem Gesichtsausdruck, die wenigen kümmerlichen Eiswürfel die ich besaß in der Hand, kam er zurück. Ich blickte ihn an und fühlte mich ganz schrecklich schuldig als er die Eiswürfel auf meinen Rückenlegte, so dass ich nicht einmal unter der Kälte zuckte. Und dann während er meinen Hintern mit den mickrig kleinen Eiswürfeln kühlte nahm er mich von hinten und ich klammerte mich in das Bettzeug.

****

Anmerkung: Ich hoffe nächste Woche wieder eine normal funktionierende Internetverbindung zu haben, dann gibt es wieder ca. zwei Einträge die Woche. Leider ist die Chinesische Firewall ziemlich gut und wir müssen uns noch einen Server in Deutschland oder den USA mieten, damit ich wieder normal surfen kann. Die Verbindung zu unserem Blog ist derzeit leider schlecht und E-Mails sind auch so ein Fall…

Lg Dini

4 Gedanken zu „Wieder zusammen

  1. Wow, man kann sich richtig gut in deine Gefühle hineinversetzten…;-)

    Das mit dem Internet habe ich schon öfter mal mitbekommen, man soll ja noch nicht mal Zugang zu Facebook haben, ist da was dran?

    Ich wünsche dir, dass du dich bald etwas heimischer fühlst 😉
    Liebe Grüße

    • Hey,

      das Internet ist die Hölle – ich konnte nicht mal E-Mail schreiben weil Yahoo behauptet hat ich sein ein Hacker 😦 Dann wurde mein Account gesperrt und ich sollte so blöde Sicherheitsfragen beantworten die ich nicht mehr wusste 😦

      Sonst geht vieles nicht richtig – Youtube – wenns Lust hat – Facebook – so ein bisschen – Google – naja – Zeitunge – fast gar nicht :-((

      Jetzt haben wir zum Glück endlich eine Lösung – jetzt kann ich sogar die Mediatheken und so aufrufen 🙂

      Ich hoffe auch, dass ich mich bald etwa heimischer fühle 🙂

      Liebe Grüße

  2. Mein Mann sagt gerade: „Ihr könnt Uberspace als Server nehmen und den als Proxy einrichten, dann geht bestimmt auch SSL.“

    Keine Ahnung, was das heißen soll, aber vielleicht hilft es euch. Es geht jedenfalls um den normalen Internetzugang.

    • Hey, so etwas ähnliches hatten wir wohl geplant – nur hat es nicht funktioniert – weil ähh – ich habs nicht genau verstanden – dafür bin ich nicht nerd genug 😉

      Das Problem war, dass die verbindung durch einen Proxy mit SSL mit der Zeit immer langsamer wurde und dann ganz abgebrochen ist – wiel die böse Firewall das irgendwie machen kann. Irgendwie QOS oder so…

      Wir hatten am anfang ein einfaches SSL Zertifikat – und da ging es nicht richtig mit. Dann haben wir es mit einem guten Zertifikat versucht und das ging – aber das war auf einem Produktivserver meines Liebsten (so eines mit grüner Adresszeile). Jetzt habe wir einen Server mit so einem Zertifikat extra für mich 🙂

      Aber dennnoch danke für den Hinweis 🙂

      lg

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