Verunsicherung während des Spiels (Dom)

Dieser Artikel bezieht sich auf die Bitte um Erfahrungen von „SMark“ aus unserer Rubrik „Ihre Fragen“.

Ich denke, dass sich die etwas diffuse Verunsicherung die du beschrieben hast tatsächlich auf die Sorge „nicht dominant genug“ von der Sub wahrgenommen zu werden bezieht. Dass sie von einer Art Selbstzweifel ausgeht, ob man seiner Rolle gerecht wird und sich dann so in diesem Gedanken verheddert, dass man den Überblick für das Spiel verliert und so quasi in eine Selbstzweifelspirale gerät.

Ich denke die Ursache für diese Zweifel sind kein wirkliches fehlen von „Dominanz“, sondern ist der für dich noch zu ungewohnten Rolle geschuldet. Während man im Alltag auf Augenhöhe kommuniziert und so quasi eine plausible Rückmeldung erhält wie man selbst von anderen wahrgenommen wird, ist es in einer Session nicht so.

Ich glaube, dass sich diese etwas schwammig zu fassende Verunsicherung mit der Zeit legen wird. Vielleicht solltest du (nach) der Session noch mehr über diesen Punkt reden. Du wirst sehen, dass diese Sorge vollkommen unbegründet ist und dir dein Gehirn nur eine Art Streich spielt.

Das Kopfkino eines Sub ist meistens wesentlich stärker als man sich das als Dom vorstellt. Du musst dir das einfach klar machen und versuchen über diesen Punkt wegzukommen, dass du nicht genug auf sie wirken könntest.

Ich denke, dass deine Überlegung gar nicht so falsch ist einen Spickzettel zu machen – zumindest im übertragenen Sinn. In dem du dem Sub die Augen verbindest, nimmst du ihm Sicherheit und das Machtgefälle wird automatisch größer. Lass sie so einfach einen Moment vor dich hinknien oder stell sie in die Ecke und lass sie warten und sammel dich in der Zeit. Ich denke du solltest dann Dinge tun die speziell in den Bereich Dominanz/Unterwerfung gehen um einfach über diesen inneren Punkt zu kommen und dem Verstand klar zu machen, dass er sich in ein Gespenst hinein steigert.

Vielleicht machst du dir keinen Spickzettel mit der ursprünglichen Session, sondern mit ein paar speziellen Dingen nur für den Fall.

Ich denke es geht einfach darum diesen inneren Zustand zu brechen. So wie wenn man Unsicher ist wenn man plötzlich vor vielen Menschen eine Rede halten muss – nach einigen Malen ist es dann kein Problem mehr, weil man einfach gelernt hat – dass es nur die eigene eingebildete Unsicherheit ist…

Ich hoffe, ich konnte dir zumindest etwas helfen.

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