Das Hotel das uns Hausverbot gab

Im Frühling vor drei Jahren mieteten wir uns ein Zimmer in einem 5 Sterne Hotel einer bekannten Kette. Es war ein verregneter Tag und wir versuchten trockenen Fußes vom Mittagessen zurück ins Hotel zu gelangen. Eine lange Brücke auf der wir keinen Schutz vor dem kalten Regentropfen fanden ließ unsere Mühe Sinnlos werden und so stapften wir mit triefend durchnässten Mänteln durch die Lobby.

Wir froren vor Kälte als endlich unser Zimmer erreichten und uns die feuchte Kleidung vom Körper streiften. Wir kämpften an der Badtüre darum wer zuerst seinen Körper mit dem wärmenden den frierenden Körper massierenden Wasser verwöhnen durfte, mein Liebster war mir körperlich weit überlegen doch mit dem festen Biss meiner scharfen Zähne hatte er nicht gerechnet und so hämmerte er bald vergebens von außen gegen die Türe während ich ihm vom herrlich  warmen Wasser erzählte das über meinen Rücken floss.

Es war still geworden vor der Tür und ich traute mich kaum sie zu öffnen. Ich fühle wie er vor der Türe auf mich lauerte und so lauschte ich an der Tür und erst als ich mir sicher war, dass er nicht davor steht, stieß ich sie auf und rannte los und sprang Richtung Bett. Noch im Flug auf das weiche Bettzeug konnte ich beobachten wie er es unter mir wegriss und ich auf dem Laken landete.

Er packte mich im Nacken, presste meine Arme auf meinen Rücken und setzte sich auf meine Beine. Langsam und sorgsam strich er meine nassen Haare zur Seite und flüsterte, dass ich noch viel mehr Wärme bekommen würde und ich hörte das kratzende Geräusch als er ein Feuerzeug entzündete und zuckte unter dem stechen der ersten Wachstropfen zusammen. Langsam und unnachgiebig tropfte das Wachs auf meinen Körper, seine Hand presse mich fest in das Bett und so musste ich hilflos seine Strafe über mich ergehen lassen. Dann Drehte er mich mit fester Hand um, das warme Wachs pikste in meine Brüste, floss über meinen Bauch und zwickte in meine Oberschenkel während ich mich windete und ihm doch nicht entkommen konnte.

Ich sah im giftig an, während er sich über meinen gefangenen Körper mit seinen blöden Kerzen hermachte. Ich bäumte mich gegen ihn auf und unterlag doch seiner Hand. Ein Lächeln zog über sein Gesicht, als er mich betrachte – endlich hatte er genug, langsam kamen die drei Kerzen meinem Gesicht immer näher und ich durfte sie auspusten.

Ich holte tief Luft, formte meine Lippen und ein fester Luftzug fegte das Feuer hinfort. Er hielt die Kerzen in seiner neben meinen Kopf gestützten Hand während er das Wachs von meinem Busen kratze. Ich genoss seine Berührungen, schloss einen Moment die Augen und als ich sie wieder öffnete, sah ich eine Sekunde in unwirklicher Langsamkeit wie der Rauch der Kerzen, die noch etwas glimmten sich genau in den Rauchmelder über dem Bett zwängte.

Ein entsetzlicher Piepton ließ uns die Nackenhaare zu Berge stehen, hastig versuchen wir Handschellen und Peitsche in einem Koffer verschwinden zu lassen als es augenblicklich gegen die Tür bollerte und das Telefon klingelte. Mein Liebster setzt eine erste Miene auf und ging zur Tür.

Wir beharren da drauf nicht zu wissen wieso der Alarm losgegangen ist während der Rauchmelder sein verräterisches Geheul fortsetzt. Während wenig später auch der Hotelmanager das Zimmer betritt wird endlich der Ohrenbetäubende Alarm abgestellt und wir überzeugen die versammelte Mannschaft, dass er Alarm von alleine losgegangen ist und nicht weil wir geraucht haben.

Gerade als wir es endlich geschafft haben und die ganze Band im Gänsemarsch den Rückweg antreten will kippt der Koffer um, in dem wir notdürftig alles verstaut haben. Krachend fallen die Handschellen auf den Boden und alle drehen sich um. Die Peitsche kullert hinterher und alle sehen sich verschämt an. Die Kerzen rollen hinaus und der Hotelmanager sieht uns böse an.

Wir haben wo anders übernachtet.

Auf den Leserwunsch über Sessions die nicht so ganz nach Plan verlaufen sind. Weitere Unfälle und kleine Anekdoten folgen eingestreut in Zukunft.

8 Gedanken zu „Das Hotel das uns Hausverbot gab

    • Damals war ich noch so jemand, der gerne mal vor Scham im Boden versinken würde – hat sich zum Glück gebessert 🙂

      Das Lustige ist, dass wir die Hotels gar nicht vermissen – immer wenn wir eines sehen, dann haben wir nur ne Menge dran auszusetzn und finden tausend Dinge die schlecht dran sind 😉

      Aber war schon ärgerlich, dass uns der Koffer verraten hat – dem haben wir es aber später mal heimgezahlt 😉

      Liebe Grüße

    • Ja machen wir tatsächlich 😉 Im Laufe der Zeit gab es eine ganze Reihe Dinge auf die man zu achten gelernt hat…

      Wobei das einfach riesen Pech war, dass der genau über der Stelle hing zu der die Rauschschwade gezogen ist 😦 *grummel*

      Und dabei versprach das so ein schöner Nachmittag zu werden 😉

      Liebe Grüße

      • Na da bin ich ja mal gespannt auf was ihr noch so achtet ^^ und hoffe es folgen noch weitere „Sessions die nicht so ganz nach Plan verlaufen sind“

        Liebe Grüße und schönen Abend
        Ela

  1. Guten Morgen Nadine,

    da mir und meinem Mann mal etwas ähnliches mit einem Rauchmelder passiert ist (leider waren wir nicht schnell genug mit dem „Abbau“, ich lag noch kunstvoll verschnürt auf dem Bett :-P), haben wir seitdem immer einen Gefrierbeutel und einen Haushaltsgummi in Hotels dabei, mit dem wir den Rauchmelder „außer Kraft setzen“…. Funktioniert prima 😉

    Nur nicht vergessen, die Tüte abzumachen, wenn man das Zimmer mal verlässt!

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