Die Nachdenkstrafe

Verärgert stehe ich vor dem verschlossenen Bad, da mein Liebster schneller war und überziehe ihn durch die geschlossene Tür mit fiesen Kommentaren und berichte nebenher darüber wie ich sein Brötchen verputze. Ich gebe mir alle Mühe ihn schnell aus dem Bad zu scheuchen und irgendwann öffnet er plötzlich die Tür und sieht mich einen Moment schweigend an und versperrt mit seinem Arm den Weg ins Bad.

Entspannt lasse ich mir das warme Wasser über den Körper fließen und genieße die Ruhe. Ich mache mich fertig und denke darüber nach was wir heute unternehmen könnten. Ich öffne die Tür und bevor ich auch nur einen Schritt machen kann, fühle ich den schrecklich festen Griff meines Herrn in meinen Haaren. Er presst mich auf den Boden und greift nach meinen Armen, so dass ich mich nicht wehren kann. Ganz gemein fixiert muss ich neben ihm ins Wohnzimmer tapsen und wenig später sehen meine entsetzen Augen einen ganz schrecklich kleinen ungemütlichen Käfig.

Ich fange an zu jammern, doch mein Herr erhöht bei jedem Anzeichen von Wiederstand sofort den Druck auf meine Arme und so muss ich in den blöden Käfig krabbeln. Böse sehe ich in an, doch er grinst nur blöd und befiehlt mir mich auszuziehen. Giftig sehe ich ihn an und denke nicht mal dran seinem Befehl zu folgen. Unbeeindruckt sieht er mich an, zuckt mit den Schultern und geht. Ich spüre die Genugtuung mich zu wiedersetzen wenn er mich schon in so einen dummen Käfig sperrt. Ich bin fest entschlossen ihm nicht zu gehorchen und sehe trotzig aus dem Käfig in Richtung der Tür durch die mein Herr verschwunden ist. Ich nehme mir fest vor ihm die Stirn zu bieten, doch als er zurück kommt, muss ich mit leicht aufsteigender Panik sehen, dass er einen Viehtreiber in seiner Hand hält.

Ich schrecke zurück und meine trotzige Haltung weicht urplötzlich dem Wunsch mein Verhalten rückgängig zu machen – doch trotzt aller meiner Beteuerungen brav zu sein, höre ich wenig später das entsetzliche Summen des Viehtreibers als mir seine zwei Elektroden immer näher kommen. Sekundenbruchteile später fühlt sich mein Oberschenkel an, als kneife ihn jemand mit einer Zange. Fluchend greife ich nach dem schrecklichen Viehtreiber, doch bevor ich ihn greifen kann erwischt ein zweiter Stromschlag meinen Hintern.

Das bedrohliche Summen hallt im meine Ohren, als mein Herr mir erneut befiehlt mich auszuziehen. Wiederwillig komme ich seinem Befehl nach und erhalte wenig Später einen weiteren Stromschlag und mein Herr knurrt mich an, schneller!

Er lässt die Elektroden über meinen schutzlosen Körper gleiten. Ganz langsam zieht er das schreckliche Gerät über meinen Oberschenkel, so dass ich am liebsten danach greifen würde, doch ich traue mich nicht. Ich sehe meinem Herrn in die eiskalten Augen, während er langsam die Spitze des Viehtreibers über mein Dekolleté streichen lässt und ich mich zunehmend steif fühle.

Dann legt er das schmerzende Ungeheuer, mit dem rotweißen langen Stil gut sichtbar, aber doch für mich unerreichbar auf den Wohnzimmertisch und erklärt mir, dass ich nun Zeit hätte über mein Verhalten in letzter Zeit nachzudenken.

Giftig blicke ich ihm aus meine kleinen unbequemen Käfig nach als er den Raum verlässt und ärger mich über mich selber, dass ich das nicht habe kommen sehen. Verärgert rappel ich an den Stangen des Käfigs, doch erschrecke als mein Herr plötzlich den Raum betritt. Er stellt eine Teller mit einem neuen Brötchen direkt vor dem Käfig auf den Boden und erklärt, dass wir nun an meinem Verhalten arbeiten würden. Ich blicke das Brötchen an, ich könnte es jederzeit erreichen – doch im Hinterkopf höre ich schon das imaginäre Summen des Viehtreibers wenn ich es ihm stehle. Nach einer Weile kommt mein Herr zurück und setzt sich vor den Käfig, er grinst mich ganz arg eklig an und fragt, ob es bequem sei. Ich werfe ihm einen verächtlichen Blick zu, doch ernte nur sein noch viel blöderes Lachen.

Er isst in aller Seelenruhe sein Brötchen, während ich ihm aus dem Käfig zusehen muss. Dann genehmig er sich noch einen frisch gepressten Orangensaft und wirft mir eine Orange mit Schale in den Käfig, während er sich vor mir auf den Boden legt und die Decke ansieht und mich vollkommen ignoriert.

Die Zeit vergeht nur ganz schrecklich schleppend während ich in meinem Käfig warte, dass irgendwas passiert. Erst am Mittag kommt mein Herr und begutachtet ob ich mich schon „gebessert“ habe. Ich gebe mir große Mühe seine schrecklichen Kommentare zu überhören und alles an mir abperlen zu lassen, doch meine giftig funkelnden Augen müssen meine Gedanken verraten, denn mein Herr ist wenig überzeugt und droht mir an, mich den ganzen Tag im Käfig zu halten als er geht.

Wenig später höre ich ihn kochen und denke darüber nach, ob ich es in letzter Zeit wirklich übertrieben habe, oder ob er mich nur weichkochen will. Dann endlich gibt er mir meine Kleidung zurück und ich muss mich im engen Käfig genauso schnell anziehen wie zuvor ausziehen und schon bald höre ich das elende Summen des Viehtreibers und mir will einfach nichts mehr recht gelingen, so dass ich wenig später wieder einen Stromschlag erleide.

Mir werden Hand- und Fußfesseln angelegt und ich muss meinen grausamen Herrn in die Küche folgen, wo ein saftiges Steak auf mich wartet. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, doch mit meinen gefesselten Händen ist das schneiden unerträglich mühsam, so dass ich nur ganz langsam essen kann und dabei Angst habe, dass alles auf den Boden fliegt. Mit Entsetzen sehe ich, wie mein Herr sich an meinem Teller bedient, nach dem auf seinem eigenen gähnende Leere herrscht und es brennt in mir, mich zu beschweren und ihn böse anzublicken, doch ich wage es nicht.

Dann steht er auf und sagt beim Rausgehen, ich solle lieber aufessen, denn dies würde ein langer schmerzhafter Tag werden. Ich kämpfe gegen mein Steak und überlege, was mein Herr wohl mit mir vorhat. Danach räume ich artig die Küche auf und warte, was wohl mit mir geschehen wird, während ich hoffe, endlich mal wieder eine richtig schmerzhafte Session und unerträglich lange Session zu erleben.

6 Gedanken zu „Die Nachdenkstrafe

  1. Oh Gott, wo ist die Fortsetzung?
    Ich will weiterlesen nicht warten müssen…
    Ich freue mich schon wie es weitergeht

    So spannend zu lesen, wieder ein wunderschönes Kopfkino, herrlich fies ^-^

    die Nacht über bin ich beschäftigt, dankeschön dafür.

    Gute Nacht und viele liebe Grüße
    Sarah

  2. Man testet eben seine Grenzen aus, dass ist doch ganz normal. *ggg* Und das schöne Problem daran ist, ein dominanter Partner lässt es einem immer doppelt und dreifach bereuen. ^^

  3. Solangsam seid ihr mir unheimlich, ^^ habt ihr irgendwo Wanzen installiert und wisst über welche Spielzeuge wir uns unterhalten. 😛 Pünktlich ein Tag später ist ein Eintrag dazu da… 😀 😀 😀

    Ich bin auch schon ganz neugierig darauf wie es weitergeht… 😉

    Lieber Gruß und einen guten Start in die neue Woche!

    • Hey,

      jetzt haben wir uns wohl verraten^^

      Schon seltsam, dass wir zur gleichen Zeit die gleichen Ideen haben – vielleicht sind wir einfach in unseren Beziehungen an einem ähnlichen Punkt und wollen die Dinge langsam etwas steigern… 😉

      Ich hoffe du bist auch gut in die Woche gekommen

      Liebe Grüße

      Dini

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