Tease and Denial

Zu einem großen X auf das Bett gefesselt lag ich da. Es war stock finster und ich musste schon eine ganze Weile unfähig mich zu bewegen, unfähig etwas anderes zu tun als genauso dazuliegen, wie es meinem Herr gefiel, in meinem Schlafzimmer ausharren.

Ich lauschte meinem Atem und fühlte meinen pochenden Herzschlag, wenn ich Schritte im Flur vernahm. Erschrak jedes Mal wenn ich Bewegung durch den winzigen Spalt unter der Türe bemerkte, der das in das dunkle Zimmer krabbelnde Licht unterbrach. Es war frustrierend so nackt und wehrlos dazuliegen, wie mich der unnachgiebigen Zug der Seile an meinen Armen und Beinen keine Sekunde vergessen ließ.

Die Zeit verging ganz schrecklich langsam, das Ticken des Weckers irgendwo in der Dunkelheit schien immer langsamer und lauter zu werden. Verzweifelt zerrte ich an den Fesseln, die meinen Körper so schutzlos auf dem Bett fixierten. Ich starrte in die Dunkelheit hinauf an die Decke. Mein Herr war schrecklich gemein, ich überlegte, was er wohl im Augenblick machte. Vermutlich sah er einen Film und hatte mich einfach vergessen. Ich fluchte innerlich und versuchte weiter mit aller Kraft mich aus meiner Lage zu befreien.

Es war zum Verzweifeln. Keine einzige Nervenzelle in meinem Kopf war bereit sich einfach schlafen zu legen. Ganz im Gegenteil, ich war hell wach und musste dem schrecklichen Klang des Weckers ertragen. Unbeeindruckt von meinem Wutausbruch hielten mich die Seile gefangen. Sie gaben nicht mal einen Millimeter nach und schienen sich still über mich lustig zu machen. Ich schnaubte genervt und versuchte mir die bei meinem Kampf mit den Fesseln ins Gesicht gefallenen Haare an einen angenehmeren Platz zu manövrieren.

Ich Fluchte laut über meinen grausamen Herrn und wurde wütend, als einen Augenblick später die Musikanlage begann mich mit schrecklicher Musik zu beschallen. Ich lag hilflos in der Dunkelheit begann innerlich langsam zu kochen. Es konnte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis ich vor Wut platzen würde.

Plötzlich öffnete sich die Tür. Das Licht aus dem Flur biss mir in die Augen, so dass ich meinen Herrn kaum anblicken konnte, weil die Helligkeit schmerzte. Ich blickte meinen Herrn mit zugekniffenen Augen giftig an. Er lächelte sanft, als er meine Wut sah und machte mich damit noch wütender. Er zog irgendetwas aus seine Hosentasche und ließ mich in sekundenbruchteilen damit verstummen. Ich presste mich in die Bettwäsche, weg von meinem bösen Herrn und entete doch nur ein verächtliches Lachen.

Mit einem Zischen entzündet mein Herr Kerzen auf der Kommode und knöpft langsam sein Hemd auf, während er mich schweigend betrachtet. Langsam setzt er sich auf die Bettkante, streicht mit seiner Hand über meinen gefangenen Körper, gleitet zwischen meine Beine und ich genieße es so sehr, dass ich meine Wut vergesse.

Mein Blut beginnt langsam wieder in Wallung zu kommen, meine Atmung wird tiefer und ich wähne mich schon auf dem Gipfel der Lust, als seine Hand plötzlich nur noch über meine Oberschekel streicht. Er setzt sich auf meine Beine und ich beginne wieder zu hoffen, als seine Lippen langsam über meine Brüste streichen, meinen Bauchnabel erreichen und immer tiefer kommen. Wieder kletter ich langsam zum Höhepunkt hinauf und wieder wirft er mich hinab, als ich den Gipfel schon sehen kann.

Ein fieses Grinsen fletscht über sein Gesicht, als er mich schweigend anblickt. Seine Hand streicht langsam meine Beine hinauf, gleitet sanft über meinen Körper und doch erweist er sich wieder als hinterhältiger Bergführer, der einen verzweifelt und einsam auf halben Weg zurücklässt.

Ich flehe, dass er sein böses Spiel beendet, auf seine Frage was ich bereit bin zu tun, biete ich ihm was ich habe und doch macht er sich nur über mich lustig. Beobachtet, wie mein Körper verzweifelt mit der Lust und dem verwehrten Orgasmus klarzukommen versucht. Wie ein unbeteiligter Zuschauer blickt er mir in die Augen, als ich wieder kurz davor bin und er es mir doch verwehrt.

Ich kann nicht mehr. Mein Körper fühlt sich erschöpft an, ich flehe und flehe und doch werde ich eiskalt auf dem Pass zurück gelassen.

Wieder beobachtet er meinen sich in den Fesseln anspannenden Körper, der verzweifelt um seine Freiheit kämpft, wie das Blut in mir zu kochen beginnt und lässt mich doch frustriert, und entsetzlich verzweifelt zurück.

Ich liege da in einem Gefühl vollkommendem Ausgeliefertseins, als mein Herr plötzlich beginnt die Fesseln an meinen Armen und Beinen zu lösen, widerstandslos lasse ich mich an den Haaren packen und in eine andere Position bringen. Mein Herr fesselt mich zu einem kleinen Packet zusammen. Noch viel unbeweglicher als zuvor fühlt mein entsetzter Körper wie er sein böses Spiel von neuem Beginnt. Unerträglich, bewegungsunfähig, verzweifelt, hoffnungslos frage ich mich, ob ich sein schreckliches Spiel je ein Ende haben wird.

Wieder hört er auf und ich fühle so unglaublich hilflos, dem Wünschen meines Herrn ausgeliefert, unfähig mich zu wehren. Ich höre wie er seinen Gürtel öffnet, wie die Hose leise zu Boden gleitet und fühle, wie er sich meinen Körper einfach nimmt. Wie mein Blut kocht, mein Körper frei sein will und doch in den elenden Seilen gefangen ist und schreie laut als ich endlich zusammengepackt kommen darf.

PS: Diesem mal ist es eine kleinen Ausschnitt aus dem Buch an dem ich schon eine ganze Weile Arbeite in Rohfassung. Ich würde mich über eure Meinung freuen 🙂 Dini

16 Gedanken zu „Tease and Denial

    • Hallo Unbekannte(r) F,

      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      Vielen Dank für dein Lob – ich freue mich immer, wenn ich einen Kommentar erhalte und wenn er so positiv ist dann noch mehr 🙂

      Liebe Grüße

      Nadine

  1. Also ich finde das liest sich genauso gut wie alle anderen Einträge auch. Super toll fürs Kopfkino. 😉

    Ich glaube wenn du so weiter schreibst, kannst du sicher nicht viel falsch machen. Bin schon sehr gespannt auf das Buch. 🙂

    LG Kitty

    • Hallo Kitty,

      vielen Dank 🙂 Ich bin mir immer noch etwas unsicher wie es so ankommt und ein Verleger ist leider auch noch immer nicht in Sicht… aber der zuspruch tut gut!

      Ich wünsch dir eine gute Woche 🙂

      lg

      Dini

  2. Hey Nadine,

    ich finde auch, dass es sich toll liest und bin mir sicher, dass das Buch wirklich toll werden wird, wenn es immer so geschrieben ist 🙂

    Liebe Grüße

  3. Huhu,

    Es liest sich super. Ich finde sowieso das du eine tolle Art zum schreiben hast. Ich bin schon ganz gespannt auf das Buch und hoffe das es wirklich irgendwann veröffentlicht wird. 😉

    Lg
    Ela

  4. Hallo Nadine,

    Euer ganzer Blog ist einfach klasse. Ich habe ihn erst vor kurzem Entdeckt und gleich von hinten bis vorne verschlungen.
    Auch dieser Beitrag ist klasse, nur weiter so und ich freu mich jetzt schon sehr mehr von dir lesen zu können.

    Lg Bernadette

    • Hallo Bernadette,

      vielen Dank für deinen Kommentar und dein Lob 🙂 Es tut echt jedes Mal gut, wenn einem jemand sagt, dass ihm gefällt was wir schreiben 🙂

      Ich bzw. wir versuchen im Augenblick wenigstens einen Beitrag pro Woche zu schreiben – manchmal klappt es und manchmal ist es längere Zeit still, aber wir haben vor noch eine ganze Weile zu schreiben und es würd mich freuen noch das eine oder andere Mal von dir zu lesen 🙂

      Liebe Grüße

      Nadine

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