Das süß saure Kätzchen

Am Morgen starre ich einen Moment die Decke an und denke darüber nach wie gemein es ist, dass ich heute in der Kälte aufstehen und den Ofen heizen muss, der unsere kleine im Schnee vergrabene Hütte wärmt. Gestern als mein Liebster an der Reihe war, hat mir der Umstand, dass das jeder mal morgens in die Kälte muss noch wesentlich weniger Unbehagen bereitet.

Bei dem Gedanken, das weiche warme Bett zu verlassen lässt mir einen kalten Schauere über den Rücken laufen und ich beschließe, dass es angenehmer ist meinen Liebsten zu überreden die blöde Aufgabe für mich zu übernehmen und kabbel tiefer unter die Decke um ihn zu überzeugen.

Doch zu meinem großen Entsetzen behauptet er im Anschluss, dass es nie einen Deal gegeben hätte und dreht sich fies in die Decke, so dass ich nackt in der Kälte zurück bleibe. Ich kneife die Augen zusammen und blicke ihn einen Moment böse an, doch mit zunehmender Wut muss ich beobachten, dass er sich kein bisschen darum schert und nach meiner ganzen Arbeit entspannt wieder einschläft.

Nach einigen vergeblichen Versuchen die Decke zu klauen, ziehe ich notgedrungen meinen Morgenmantel über und stapfe die Treppe hinunter in das eisige Wohnzimmer zum Ofen. Ich denke einen Moment darüber nach, wozu es ein komisches Sieb im Ofen gibt, wenn die Asche doch nicht hindurch fällt und stopfe genervt den Ofen voller Holz als ein kleines Stück Kohle meine ganze Hand schwarz einsaut. Genervt, versuche ich den schwarzen Staub von meiner Haut zu waschen als mir ein wunderbare Idee durch den Kopf schießt, um mich an dem Verräter zu rächen, der mich so mies ausgenutzt hat.

Ich lege mir ein schönes Stück Kohle neben den Ofen und freue mich, während ich mir in meinen Kopf meinen Racheplan zurechtlege, das das Feuer schnell brennt und wärme meine Hände noch einen Moment, bevor ich mit dem hübschen Stück Kohle in der Hand zurück ins unser Zimmer schlender.

Vorsichtig und leise öffne ich die Türe und freue mich, dass mein Liebster tief und feste schläft. Ich lege mich ganz vorsichtig neben ihn, doch dann werde ich misstrauisch und überprüfe ob er auch wirklich schläft, bevor ich das Stück Kohle nehme und dem fiesen Langschläfer einen hübschen schwarzen Kätzchenschnurrbart ins Gesicht male.

Später als ich das Frühstück fertig habe, die Frühstückseier dampfen und der Kaffee langsam alle weckt muss ich mich zusammenreißen, doch als mein Liebster als letzer gähnend die Treppe herunter schleicht, muss ich mich einen Moment hinter einer unserer Freundinnen verstecken als alle schweigend den Schnurrbart betrachten und sich dann auf ihre Frühstückseier konzentrieren um ihr Grinsen zu unterdrücken.

Mit einem Grinsen, wie es schon so oft mir entgegengeschlagen ist, biete ich meinem Liebsten einen frisch gepressten Orangensaft an und verschlucke mich fast, als von anderen Ende des Tisches mit tiefsten Schweizer Akzent von einem Schälchen Milch gesprochen wird.

Langsam wird mein Liebster ein wenig misstrauisch, doch so recht kann er sich keinen Reim machen, was nicht stimmt und als er sich durchs Gesicht fährt und die Kohle langsam von einem hübschen Kätzchenschnurrbart zu einem Dalmatiner wechselt, tönt es vom Ende des Tisches mit tiefsten Schweizer Akzent, ob der Weihnachtsmann noch mal da wäre, was meinen Liebsten einen Moment versteinern lässt. Konzentriert blickt er einen Moment mit zugekniffenen Augen in seinen Tasse um mich dann mit gleichem Blick zu betrachten.

Ich setze ein breites unverdächtiges Lächeln auf, was mein Liebster mit gleichem Blick zurückwirft und mich ein wenig nervös macht. Meine Lust in unser Zimmer zu gehen, zu duschen und mich anzuziehen vergeht mir mit beim Blick in das Gesicht meines Herrn schlagartig und am liebsten würde ich bei allen anderen am Tisch bleiben, doch nach und nach verschwinden alle in ihren Zimmern und am Ende sind wir alleine am großen Tisch und ich nippe nervös an meiner Tasse, während mein Herr mich noch immer mit den Augen fixiert.

Dann blickt er in seinen Kaffe und sagt kühl, ob ich glaube, dass es besser wird erst hochzugehen, wenn die anderen Ski fahren sind. Ich blicke meinem Herrn einen Moment in die kalten Augen und beschließe so schnell wie möglich zu duschen.

Herrlich fließt das warme Wasser über meinen Körper und als ich meine Haare föhne, überlege ich was wohl vor der Türe vorgeht und bin hin und hergerissen, ob ich sie öffnen sollte oder lieber nicht. Mit leichten Unbehagen höre ich, wie unsere Freunde das Haus verlassen. Ich spitze meine Ohren lausche und kann zu meiner großen Erleichterung hören, wie mein Herr den Frühstückstisch abräumt. Schnell ziehe ich mir meinen Morgenmantel wieder über um ihm zu helfen und auf andere Gedanken zu bringen, doch als ich die Treppe hinunter laufen will, steht mein Herr mit in der Hüfe verschränken Armen am Ende und ich bleibe erschrocken stehen, während er sich langsam zu mir hinauf begibt.

Langsam öffnet er das Band, dass meinen Morgenmantel zusammenhält und betrachtet dann schweigend meinen Körper, bevor er mich plötzlich fies packt und meinen Arm ziemlich fies auf den Rücken presst. Jammernd muss ich zurück in unser Zimmer, während der Druck auf meinen Arm mir keine andere Wahl lässt. Wortlos presst mich mein Herr auf den kalten Holzboden und kniet sich auf ganz gemein auf meinen Rücken, während er beginnt mich mit einem Seil schrecklich unangenehm zu fesseln. Meine Arme werden auf meinen Rücken gebunden und mit meinen Beinen verbunden. Während ich jammre, weil ich ganz schrecklich stramm in einen Hogtie gefesselt werde, muss ich fühlen, wie er ein Seil in meine Haare flechtet und meinen Kopf ganz schrecklich fixiert, dass ich mich gar nicht mehr bewegen kann.

Dann muss ich bei offener Badezimmertüre beobachten, wie er sich im warmen Wasser der Dusche entspannt und darüber nachdenkt, was eine angemessene Strafe für mich ist, während jede Faser meines Körpers in der schrecklichen Position zu schmerzen beginnt. Ich versuche meinen Rücken zu entlasten, in dem ich mich auf die Seite werfe, doch selbst das will mir nicht gelingen und langsam zieht der Schmerz durch meinen Körper und treibt mir die Tränen in die Augen, doch selbst ein Schluchzen tut unendlich weh, so dass ich vollkommen hilflos gefangen liegen bleiben muss und auf mein Schicksal warte.

Ich versuche meinen Herrn zu beobachten, der vollkommen uninteressiert von meinem Leiden, in aller Ruhe nach einer passenden Hose sucht und sich nach dem er nach einer Ewigkeit fertig angezogen ist neben mir auf das Bett fällen lässt.

Dann nimmt er ein Seil und schneidet es in einige kürzere Stücke und während mit aller Kraft meines Körpers versuche irgendwie Druck aus meinem höllisch schmerzenden Rücken zu nehmen, flechtet er neben mir mit kalter Präzision eine Cat O’Nine.

Im Rausch aus Erleichterung, endlich aus dem Hogtie befreit zu werden und schiss vor der „Cat“ muss ich mich mit nach oben ausgestreckten Armen an die Wand stellen und bekomme, die Anzahl der Schnurbarthaare die ich mit Kohle gemalt habe mit der Katze auf den Rücken gekratzt. Nach jedem Hieb brennt mein Rücken ganz schrecklich und in meiner Vorstellung fühlt es sich an, als würde ein Tiger mit seinen Pranken über meinen Rücken fahren. Doch wünsche ich mir am Ende, während ich mich ins Bett fallen lasse, um meinen schmerzenden Körper ein wenig Ruhe zu gönnen, dass ich mehr Schnurrbart haare gemalt hätte. Vielleicht so viele wie ich schmerzend rote Streifen auf dem Rücken habe, als ich mich später im Spiegel betrachte.

3 Gedanken zu „Das süß saure Kätzchen

  1. Hallo Dini,

    wie sagst man, keine tat bleibt ungesühnt. *gggg* Auch nicht, wenn man jemanden einen Schnurrbart aufmalt. *gggg*
    Ich hoffe euch beiden geht es gut und danke für ein weiteres schönes Erlebnis von euch beiden. =)

    Ganz liebe grüße an euch,
    Oliver

    • Hey Oliver,

      ich freu mich mal wieder von dir zu lesen 🙂 Wie geht es dir denn? Bei uns ist eigentlich wieder alles ganz gut soweit…

      Tja, ich sollte wohl braver sein, aber die Sache war es einfach wert 😉

      Ich wünsch dir einen guten Start in die Woche

      Liebe Grüße

      Dini

      • Huhu Dini,

        danke mir geht es gut, eigentlich sehr gut. ^^ Denn in ein paar Monaten kann ich auch mal so ein tolles Erlebnis erleben wie ich immer nur lesen konnte bei euch oder bei der Blogger Kameradin Kari. Dann kann ich auch mal eine sehr Spannende Geschichte schreiben und darauf freue ich mich schon. Den die Person ist noch durchtriebener als ich, mit der ich das dann erleben werde. *fg*

        Das freut mich wirklich sehr zuhören, das es euch beiden gut geht. Und das man wieder von euch hört. =)

        Also ich bin da irgendwie voll deiner Meinung, warum brav sein, wenn man eh nur so selten die Chance geboten bekommt, böse zu sein. *gggg*

        Ganz liebe Grüße an euch beide,
        Oliver

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