Grinsch grüne Weihnachten

snowstreetSchon seit Wochen freue ich mich auf unsere gemeinsame Weihnachtsfeier mit ein paar Freunden in den Schweizer Alpen. Das Chalet eines guten Freundes liegt auf etwas über 2000m höhe und war in der Vergangenheit ein Garant für weiße, gemütliche Weihnachten zwischen netten Menschen, gutem Wein und mit meiner Frau vor dem Holzofen auf dem Sofa bei einer heißen Schokolade kuschliger Gemütlichkeit.

Umso ungewisser war die Fahrt in diesem Jahr. Auf der Autobahn kurz vor der Schweizer Grenze erblickten wir den silbrigen Porsche Cayenne unserer Freunde, den wir letztes Jahr mit reichlich Spott im Schnee steckend zurückgelassen haben. Behutsam quetschten wir unseren schwarzen Kombi in die Lücke hinter dem Wagen unserer Freunde und überquerten gemeinsam die schweizer Grenze, die man leider seit einiger Zeit auch nur noch anhand einiger leer stehender Grenzhäuschen wahrnimmt.

Mit einer gewissen Wehmut beobachtete ich die Tachonadel die irgendwo im unteren dritten der Anzeige festhing und schlich mit Tempomat hinter dem silbernen Porsche durch die Schweiz. Je langweiliger mir die Fahrt erschien, desto größer wurde mein Bedürfnis die Frau auf dem Beifahrersitz zu ärgern. Ich beobachte die langen Beine die in eine schwarze Strumpfhose gehüllt waren und unter einem weichen schwarzen Kleid endeten. Langsam wanderte mein Blick weiter den Körper hinauf. Ich lasse meinen Blick einen Moment über dem Gesicht verweilen, bevor ich den silbernen Porsche vor uns beobachte und dabei darüber nachdenke, was mich ein Bisschen von der langweiligen Fahrt ablenken könnte.

Langsam lasse ich meine Hand Nadines Oberschenkel hinaufgleiten und beobachte dabei wie meine Hübsche schlagartig wacher wird. Sie ist konzentriert ihre Hände ruhig zu halten und mich gewähren zu lassen, während ich langsam immer höher streiche und manchmal ein wenig die Haut zwischen meinen Fingern leicht zusammenpresse. Während ich weiter dem silbigen, wahlweise nach einer Pfeffermischung oder einer Hauptstadt benannten Wagen folge, greifen meine Finger fester nach den Oberschenkeln meiner Freundin. Während ich beginne, meine Finger tief in ihre Haut zu bohren beobachte ich mit einer gewissen, schwer zu erklärenden Mischung aus dem Wohngefallen, dass sie mich gewähren lässt, obwohl jede Nervenfaser ihre Hand dazu bringen will meine Hand Wegzuziehen und dem Gefühl erotischer Macht beim Blick in ihre Lustvoll und gleichzeitig vom Schmerz verzogen Augen.

Nach einiger Zeit der Ablenkung frühstücken wir in Lausanne und machen uns danach das letzte Stück zurück in die Berge auf. Nach dem ich den eigenwilligen Fahrstil unserer Freunde noch ein wenig genossen habe, beschließe ich es doch zu wagen und tippe minimal das Gaspedal an und zu meiner Freude, kann sich der Motor noch erinnern wie Autofahren funktioniert. Nach einer gefühlten Ewigkeit verlassen wir endlich die Autobahn und nehmen den Weg hinauf in die Berge, die zu unserer Verzückung doch ein wenig weiß sind.

Knurrig freut sich der V6 genau wie ich auf die kurvige Straße hinauf in die Berge. Langsam je höher wir kommen, desto weihnachtlicher wird unsere Stimmung und irgendwann spüren wir wie sich der Quadro fröhlich durch die vereiste Straße frisst und wir doch noch in den verschneiten Bergen angekommen sind. Der erste mal seit wir die Schweiz erreicht haben, macht das Autofahren spaß und viel zu schnell taucht das ganz in Schneegehüllte Chalet vor uns auf.

Mit einer gewissen genugtuung nehmen wir den zweiten Garagenplatz in Beschlag und während Nadine schon mit ihrem Koffer gegen den Schnee kämpft freue ich mich noch einen Moment, dass ich auch die tradition aufrecht erhalten konnte, dass der Cayenne draußen parkt.

Während Nadine noch immer mit ihrem Koffer vor der Tür steht, trage ich den Rest unserer Sachen durch den Nebeneingang in der Garage ins Haus und werde von unseren Freunden mit einer heißen Tasse Tee und einen laut knisternden Feuer im Ofen empfangen. Der einzige garstige ist Nadine die nach ein paar Minuten auch den Seiteneingang entdeckte hat und mir unverständlicherweise Schnee in den Nacken stopft.

Mit einem gewissen niederträchtigen lächeln blickt Nadine mir in die Augen, während unsere Freunde sich über uns amüsieren und ich mir in Gedanken überlege, was für eine Strafe für diese Tat angemessen sein könnte. Doch dann lächele ich sie an, geb ihr einen Kuss und lasse sie mit den Zweifeln, ob ich sie damit davon kommen lassen werde und sie nicht bekommt, was sie erwartet hat zurück.

Während Nadine ihre kleinere Tasche trägt, trage ich hinter ihr unsere Koffer die Treppe hinauf und überlege, während ich ihre Beine vor mir auf der Treppe beobachte was ich mit ihr anstellen werde um mich für den Schneeball zu revanchieren.

Ich schließe hinter mir die Tür und beobachte einen Moment das zarte Wesen vor mir, streiche ihr langsam über den Körper und fasse ihre Arme fast, so dass sie merkt, dass sie sich nicht wehren sollte und genieße das Gefühl zu wissen, dass sie zulassen wird was ich mit ihr machen werde. Ich spiele mit ihren Erwartungen, ihrer Lust sich von mir unterwerfen zu lassen und beobachte ihre Augen bevor ich sie einfach stehen lasse und die Tür von außer abschließe.

Ich setz mich zu meinem Freund auf das Sofa, blicke einen Moment in das Feuer und als sie Fragen wo Nadine bleibt, fasse ich heimlich den Schlüssel in meiner Hosentasche an und sage, dass sie noch einen Moment oben bleiben wolle. Lehne mich zurück und denke über meinen Fang im Schlafzimmer nach.

Wir wünschen euch schöne Weihnachten und dass ihr auch etwas schönes im Schlafzimmer auf euch wartet.

XK

11 Gedanken zu „Grinsch grüne Weihnachten

  1. Euch auch ein schönes Fest!

    Aber denk dran: Wenn man Lebewesen zu Weihnachten verschenkt/einpackt, gibt es hinterher meist Trouble. Fragt sich in dem Fall nur, für wen ;-)!

    • Hallo Mic,

      auch wenn es schon etwas her ist. Ich hoffe du hattest auch ein schönes Fest und einen guten Start ins neue Jahr.

      Das mit dem Lebewesen einpacken ist zum Glück gut ausgegangen – zumindest für mich 😉

      Eine Freundin hat in Frannkfurt ähnliches erlebt wie es aus Köln in den Nachrichten steht – so dass mir in den letzen Tagen nicht so nach Blog war….

      Aber heute wollte ich selber mal lesen, was Natalia erzählt 😉

      LG

      • Oh, ja, das ist übel, mit deiner Freundin. Ich hoffe, dass sie das gut verarbeiten kann!

        Und natürlich, dass sich euer Jahr so entwickelt, wie ihr es euch wünscht.

      • Das hoffe ich auch 🙂 War echt eine schlimme Situation, in die man nicht geraten will. Als Frau umringt von betrunkenen aggressieven Männern fühlt man sich auf eine ganz schlimme Weise schutzlos und hilfos. In Deutschland – wo man sich nicht mal mit einer Waffe schützen kann wie in den USA – ist das echt eine schlimme Entwicklung. Aber das darf man ja nicht sagen^^

      • Doch, das darf man schon sagen. Ich finde es nur schlimm, wenn verallgemeinert wird. Ein kleiner, aber feiner, Unterschied!

      • Seh ich auch so, dass man Dinge nicht verallgemeinern kann. Ich glaube, wenn man sehr nah an etwas dran ist, dann braucht man manchmal aber auch ein paar Tage, bis man aus dem Freunde verteidigen und helfen Modus wieder raus ist und das so sieht…

        Ab April sind wir endlich wider an einem Ort, unser Jahr wird also vermutlich ziemich gut werden, nach den drei Jahren mit richtig viel Abstand zwischen uns.

        Ich hoffe bei dir wird es auch ein schönes Jahr 🙂

        LG

      • Dass Freunde verteidigt werden und man ihnen helfen muss hat aus meiner Sicht ja nichts mit der Verallgemeinerung zu tun. Aber ich habe da gut reden, da ich persönlich nicht tangiert bin.

        Das waren jetzt echt drei Jahre bei euch!? Wo ist die Zeit geblieben!? Aber ich freue mich für euch!

      • Ich meinte eigentlich die deutschen Waffengesetze. Seit ich oft in den USA bin, hab ich da eine andere Einstellung zu bekommen und es fühlt sich einfach sicherer an wie Pfefferspray – vor allem bei so einer Horde…
        Aber die meisten Menschen in Deutschland sehen das anders und man wird schnell angemacht, wenn man sagt, dass man Waffen mag.

        Ich lebe ja selbst im Ausland, da wäre es ziemlich blöd, wenn ich was gegen Ausländer hätte 😉 Wobei ich schon immer der Meinung bin, dass man da differenzieren muss – bei uns sind auch nicht alle nett – da ist es einfach naiv zu denken es kommen nur nette Menschen.

        JA es sind wirklich schon bald drei Jahre um 🙂 Ich bin echt froh, wenn ich wieder mehr Zeit mit meinem Mann verbringen kann und uns nicht mehr so viel Entfernung zwischen uns haben 🙂

        Liebe Grüße

        Dini

      • Okay, Dini, aber wie sieht es aus, wenn dann zukünftig Attackierer und Attackierte beide eine Schusswaffe in der Tasche haben? Die deutschen Waffengesetze dienen ja auch (!) dem Opferschutz. Eine Anmache liegt mir allerdings fern ;-).

        Und den Rest unterschreib ich mal so.

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