Dini und die Hupe des Teufels

Es war einer der öden Tage, an denen mein Liebster zusammen mit seinen Freunden in der Werkstatt war und sie an alten schmutzigen Autos arbeiteten, dabei Musik hörten und sich gegenseitig mit Sprüchen und Witzen triezten. Da es einfach kein guter Tag zum Shoppen war, weil keine meiner Freundinnen Zeit hatte, beschloss ich mitzufahren. Doch schon nach kurzer Zeit bereute ich meinen Entschluss. Es war langweilig und laut und schmutzig und ich konnte rein gar nichts machen. Ich versuchte verzweifelt die Zeit sinnvoll zu nutzen, doch war ich es nach einer Weile leid und schlich durch die Werkstatt.

Alles war voller seltsamer Maschinen und Werkzeuge. Teile von Autos stapelten sich in Regalen an den Wänden und einiges sah so seltsam aus, dass ich es genauer betrachten wollte. Doch nach dem ich das erste Teil angefasst hatte, stellte ich mit mittlerem entsetzen und leise fluchend, damit es niemand mitbekommt fest, dass ich direkt in etwas eklig ölig schmieriges irgendwas gefasst hatte. Ich kniff die Augen zusammen und stapfte leise, damit niemand meinen Fauxpas mitbekommt, Richtung Waschbecken. Natürlich ging das komische Zeugs nicht richtig ab, sondern verteilte sich noch weiter auf meiner Hand. Ich ließ den Kopf in den Nacken fallen und fluchte mit mir selbst, wieso ich bloß mitgekommen war.

Nachdem ich meine Hände irgendwann wieder einigermaßen gereinigt hatte, war ich sehr vorsichtig und bewegte mich noch leiser durch den hinteren Teil der Werkstatt. Nach einer Weile entdeckte ich eine Hupe, die an eine Spraydose hing, wie ich sie mal in einem Video gesehen hatte. Ich grinste möglichst unverdächtig, als ich vorsichtig und leise mit der Hupe hinter dem Rücken in Richtung meines Liebsten schlich. Ganz langsam nährte ich mich den drei Jungs, die alle unter einem Auto lagen und irgendetwas total tolles und wichtiges machten. Zog die Hupe hinter meinem Rücken hervor und ließ den Donner los.

Es war so laut, dass ich mich selbst erschreckte und zusammenzuckte. Doch die Drei unter dem Auto zuckten noch viel heftiger und so vergas ich meinen eigenen Schreck augenblicklich und grinste über beide Ohren als ich in die drei sichtlich zerknautschten Gesichter blickte. Mein Liebster warf einen ekligen Lappen nach mir, doch er verfehlte mich, so dass ich noch breiter Grinsend, mit einigem Abstand mit meiner Hupe in der Hand durch die Gegend schlich.

Ich achtete darauf, immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten, so dass ich mich notfalls immer schnell aus dem Staub machen konnte. Doch ließ noch mehrmals in Momenten hoher Konzentration ein lautes Hupen zu den drei Hinüberschnallen, was einen unserer Freunde irgendwann laut fluchen ließ und die Arbeit für den Tag glücklicherweise beendete. Zur Wiedergutmachung bot ich allen ein kaltes Bier an und gerade, als sie sich sichtlich entspannten, blickten mein Liebster und ich uns tief, mit zugekniffenen Augen an und sprachen ohne Worte miteinander.

Auf dem Nachhauseweg war er unangenehm entspannt und nett zu mir, was mir zunehmend die Nackenhaare aufstehen ließ. Ich wurde zunehmend ruhig auf meinem Sitz, doch so richtig bereuen wollte ich meine Aktion auch nicht und so blickte ich ihn mit einem zuckersüßen Lächeln an und sagte, was für ein schöner und erfolgreicher Tag. Mich blickten einen kurzen Moment zwei giftige Augen an, als ich meinen Satz beendet hatte, bevor mein Liebster sich wieder auf seine neue unangenehme nett lächeln Aktion besann.

Wir stiegen in den Aufzug und gerade als ich damit rechnete, mir etwas anhören zu müssen, fragte er mich mit einem sanften Lächeln, ob ich auch so Hunger auf Eis hätte. Ich kneife die Augen zusammen und überlegte hastig welche grausame Strafe sich hinter den harmlosen Wörtern verstecken könnte, doch wollte mir einfach nicht so richtig klar werden. Ich lächelte erneut wie mit Zucker überzogen und entschied mich, dass ich ein Eis riskieren würde. Mit leichtem Unverständnis blickte ich wenig später in einen großen liebevoll garnierten Eisbecher und begann leicht verwirrt das Eis zu löffeln. Nachdem ich etwa ein Viertel des riesigen Eisbechers gegessen hatte, stellte ich den Becher beiseite, verschränkte die Arme und bestand mit eisigen Augen drauf zu erfahren wer der komische Typ war, der wie mein Mann aussah, aber sich definitiv nicht so verhielt.

Ein ekelhaft nettes Lächeln kam über seine Lippen und statt auf meine Frage einzugehen, fragte er, ob etwas mit meinem Eis nicht stimme. Ich starrte genervt abwechselnd in sein dummes Grinsen und den Eisbecher und wurde langsam wütend. Ich kniff die Augenzusammen und war fast so weit, mich für meine Dosenhupaktion zu entschuldigen, während ich brav weiter an meinem Rieseneisbecher löffelte.

Doch in diesem Moment zuckte ich unter einem ohrenbetäubenden Krach zusammen und ließ vor Schreck den Eisbecher auf den Boden knallen. Bevor ich meine Gedanken sammeln konnte, spürte ich einen festen Zug an meinen Haaren, der mich gnadenlos nach hinten zog. Ich stürzte beinahe rückwärts vom Stuhl und griff nach der Hand die schmerzhaft in meinen Haaren hin. Doch bevor ich sie richtig erreichte, fühlte ich das harte kalte Metall von Handschellen an meinen Armgelenken und lag sekundenspäter gefesselt auf dem Boden.

Ich versuchte mich zu befreien, doch die Ketten um meinen Körper waren straff gespannt und mit einer kleinen Kriese musste ich beobachten, wie das Schmelzende Eis meinen Haaren immer näher kam. Ich hörte wie feste Schritte näherkamen und blickte auf zu meinem Herrn. Eiskalt wirkten seine mittleidlosen Augen, als er spitz feststellte, dass es jetzt wohl nicht mehr so lustig sei und führte langsam die Hupdose über meinen Körper und ich wurde ganz steif in meinen schmerzenden Ketten, während ich jede Sekunde mit dem schrecklichen Lärm rechnete.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde ich von meinen Ketten befreit und kaum, dass ich wieder auf meinen Füßen stand, musste ich mich ausziehen. Mein Herr packte mich grob und ich musste mich bücken, während er langsam die Küchenschublade neben mir aufzog und wenig später allerhand Kochutensilien auf meinem Hintern zweckentfremdend nutzte um mein Vergehen zu bestrafen. Ich biss die Zähne zusammen, ich versuchte meinen Tränen zu verbergen und doch strömten die Elenden Verräter des Schmerzes wenig später über meine Wangen und stürzten hinab zur Sauerei des geschmolzenen Eises. Mein Hintern brannte und irgendwann sah ich ein, dass ich mich entschuldigen musste, während die Lust eben jene Strafe für meine Unartigkeit durch meinen Körper kroch und mich tief einatmen ließ.

Benebelt, beinahe high genoss ich es mich an der Brust meinen Liebsten zu pressen, während er mich Richtung Bett trug. Ich fühlte meinen Hintern, dass es mir beinahe die Tränen in die Augen zurückpresste, während ich oben war und doch puschte es mich langsam immer näher an den Höhepunkt. Ich war grade an der Schwelle, als ein entsetzlicher Krach mich zurück schleuderte und mein Herr mir einen grässlich gemeinen Kuss gab bevor er sich mit ekelhaften Grinsen umdrehte.

Wie gemein dachte ich und beschloss heimlich in der Nacht die schreckliche Hupdose verschwinden zu lassen. So konnte ich den Morgen in vollen Zügen genießen – jedenfalls bis ich im Bad meinen Hintern genauer betrachtete. Ich hasse es im Stehen zu arbeiten. Höllisch Hupdose.

2 Gedanken zu „Dini und die Hupe des Teufels

  1. Und wie hoch stehen die Chancen auf ein weiteres mal? Irgendwie glaub ich dir nicht, dass du die Finger davon lassen kannst ;P

    Und ich wollte mal was schreiben, weil es sonst niemand macht 😉

    Grüße

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