The fascination of the absence of time

Ein grollender Schmerz zieht durch meinen Körper, während ich mit dem Bauch auf dem Boden liege. Meine Hände sind vollkommen bewegungsunfähig auf meinem Rücken verzurrt. Ich fühle, wie mein Herr kommentarlos meine an den Fußknöcheln zusammengebundenen Beine langsam aber unnachgiebig über meinen Rücken Richtung Kopf zieht. Stramm und unter Spannung gleitet das Seil von meinen Füßen langsam unter dem meiner Arme entlang.

Ein leisen Seufzten verlässt meinen Mund, als ich fühle, wie das Seil mit einem Knoten in Position fixiert wird und damit meine hilflose Haltung, meinen Rücken nach hinten biegend mit den Füßen weit auf den Rücken zeigend unter einem leichten aber permanenten Schmerz besiegelt wird.

Mit einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber meinem leisen stöhnen und der schmerzhaften Spannung, die mein Körper aufbaut, blickt mein Herr mich an, während er sich langsam zurückzieht um sein Werk zu begutachten. Langsam streicht seine Hand vom Kopf her über meine nackte Haut, kneift mir wortlos in den Hintern und als ich meine Augen zugekniffenen, blicke ich in ein dreckiges Grinsen. Vor Schmerz lasse ich ein kurzes tiefes Aaa in den Raum hallen, nach dem ich reflexartig den Kniff in meinen Hintern abwehren wollte und mein unter einem Beben schmerzender Rücken mich schlagartig erinnert, dass ich stillhalten muss.

Die Zeit vergeht langsam. Leise versuche ich mit den Händen irgendwie das Ende des Seils hinter meinem Rücken zu greifen und mich zu befreien. Ich höre die Schritte meines Herrn im Schlafzimmer und will meine Chance nutzen, während er nicht in meiner Nähe ist. Plötzlich höre ich das schnelle die Luft zerschneidende Geräusch eines Rohrstockes. Schlag artig erstarre ich in meinen Bemühungen und ein leisen unhörbares „Fuck“ gleitet über meine Lippen. Ich bekomme Gänsehaut während ich die Schritte meines Herrn lauter werden höre und versuche meinen Kopf zu drehen, um zu sehen, was hinter mir vorgeht.

Ich atme tief als ich das glatte kühle Holz des Rochstock an meinen Füßen spüre. Ich versuche mein Gesicht zu meinem Herrn zu drehen und werfe ihm mit zugekniffenen Augen wortlos einen bösen Blick zu. Ich hasse das kalte Grinsen (und liebe es über alles) als der erste Hieb meine nach oben zeigenden Fußsohlen wie ein Stromschlag trifft. Meine Füße brennen, eine Träne versucht sich Ihren weg durch meinen zusammengeknoteten Körper bis zu meinen Augen zu bahnen. Mein Atmen wird tiefer, doch das Gewicht meines Körpers und die Haltung in die ich gezwungen werde pressen gleichzeitig die Luft aus meiner Lunge und lassen mich nach Sauerstoff schnappen. Wie ein plötzliches Sommergewitter schlagen weitere Blitze in meinem Körper ein. Nach jedem Schlag des Rohrstocks fühle ich das langsame Donnergrollen durch meinen Körper ziehen. Verzweifelt versucht mein Körper sich dem Geschehen zu entziehen, doch sosehr ich mich auch bemühe, so hält mich doch mein schmerzender Rücken, die wenige Luft nach der ich giere und die Fesseln die mich wie Arme umschlingen in Position und ich muss hilflos über mich ergehen lassen, was mein Herr für Strafe für mich vorgesehen hat.

Der Schmerz wird nach jedem Schlag greller, langanhaltender und peitscht die Wellen die meinen Körper durchziehen weiter auf. Für eine Sekunde bin ich fast an dem Punkt angelangt, an dem ich mich für mein Benehmen am Nachmittag entschuldigen würde. Doch der nächste Schlag lässt den Trotz in mir wieder wachsen und so ignoriere ich das gehässige Grinsen meines Herrn und blicke auf den Boden vor mir, während ich versuche vor dem nächsten Schlag Luft in meine Lunge zu pressen.

Schweigend und mit einem gewissen Widerwillen lasse ich zu, dass eine Träne über meine Wange läuft. Mein Herr hält für einen Moment inne, um mich mit deinem ekligen Lächeln anzusehen und die Träne aufzuwischen. Dann lächelt er Hämisch und ein noch viel intensiverer Schlag lässt mich laut jammern.

Mein Herr legt den Rohrstock beiseite und ich genieße für einen Moment meinen Triumph mich nicht für mein schlechtes Benehmen am Nachmittag entschuldigt zu haben. Ich warte auf den Moment, dass er mich aus meiner Lange befreit und stelle mit leichtem Entsetzen fest, dass er sich anschickt ein Seil in meinen Haaren zu verknoten und noch bevor ich irgendetwas sagen kann, fühle ich wie meine Haarwurzeln mir befehlen, meinen Kopf in den Nacken zu drücken und versuche ruhig zu atmen, währen dich fühle wie mein Herr das Seil das er in meinen Haaren befestigt hat in meinem Rücken zu verknoten. Während ich noch überlege, was ich tun soll, hören ich mit leichtem Entsetzen, dass wie er mit ruhiger Stimme sagt, dass an meinen Füßen und in der Beugung meines Rückens noch Luft für eine härtere Fixierung ist. Noch bevor ich Luftholen kann um ihm zu widersprechen fühle ich, wie die Luft aus meiner Lunge gepresst wird und mein schmerzender Rücken mich jedes Wort vergessen lässt.

Ich konzentriere mich zu atmen, während der Schmerz in meinem Rücken versucht, die Kontrolle über meine Gedanken zu erlangen. Während mein Verstand noch versucht einzuschätzen wie lange ich diese Position ertragen kann, beginnt der Schmerz langsam meine Gedanken auszuschalten und ich vergessen die Zukunft. Ich vergesse die Vergangenheit. Ich vergesse das kalte harte Parkett auf dem ich liege. Ich vergesse die Geräusche um mich herum und bin plötzlich nur noch im Moment.

Ich weiß nicht wie lange ich dort bin. Ich wenige Luft in meinen Lungen und die Wellen aus Schmerzen die durch meinen Körper rasen lassen mich jeden Gedanken verlieren.

Ich atme tief ein, fühle das weiche Bettzeug und nur mein Rücken erinnert sich am nächsten Morgen an die lange Zeit die ich am Abend auf dem Boden verbracht haben muss. Ich schleiche mich leise in die Küche, gebe meinen Mann einen Kuss und schlürfe den Cappuccino den er mir reicht und während ich das kleine Milchherzchen in der Tasse anblicke fühle ich mich vollkommen frei und entspannt.

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