Der Faden der Aliens

Als ich morgens aufwache sind meine Hände und Füße mit einem hauchzarten Faden gefesselt. Ich betrachte den silbiggrau schimmernden Faden der mit etwas Luft meine Handgelenke zusammenhält. Er ist seltsam und wirklich unglaublich fein, ich presse meine Arme vorsichtig auseinander um zu sehen ob er nach gibt, doch zu meinem Erstaunen hält er meine Hände so feste ich auch ziehe gefangen. Ich drehe mich aus dem Bett und versuche den Faden an meinen Füßen auseinanderzureißen, doch der Faden hält meinen Versuchen stand und beginnt bedrohlich und schmerzhaft meine Haut zu quetschen.

Ich stehe auf und tapse mit winzigen Trippelschrittchen die der Faden nur zulässt Richtung Küche. Ich bleibe in der Tür stehen und betrachte meinen Herrn. Nach einem Moment legt er seine Zeitung zur Seite und sieht mir in die Augen, er lächelt und sagt mit gedämpfter Stimme setz dich.

Ich setze meinen Marsch der Minischritte fort und setzte mich an den Tisch. Mein Herr reicht mir eine Brezel und ich versuche mit meinen gefesselten Händen die Brezel durchzuschneiden damit ich sie mit Butter bestreichen kann. Doch es gelingt mir nicht und sie fällt vom Tisch. Mein Herr knallt die Zeitung auf den Tisch und starrt mich so böse an, dass ich schlagartig auf mein Brotbrett starre.

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Dini und das verdammte Eis

Samstagnachmittag streifen durch Shanghai und ich fühle mich immer mehr wie auf einem fremden Planeten. Wir laufen durch eine seltsame gemixte Welt aus modernen Hochhäusern, seltsamen Gerüchen und fremdem Menschen.

Mein Liebster hat sich entschlossen mich ein wenig in die fremde Kultur, mit der ich mich immer noch nicht so recht anfreunden kann, einzuführen. Wir streichen über einen großen Markt in den Randbezirken. Die Händler bieten frisch geschlachtete Tiere, seltsames Gemüse und geradezu groteske Spezialitäten. Ich staune meinen Liebsten, mit seinem wenigen chinesischen Sätzen die er beherrscht, um die Preise feilschen zu sehen und langsam füllt sich die Tüte in seiner Hand mit allerlei seltsamen.

Ich sehe ihn auf der Rückfahrt mit großen Augen an und frage mich, wieso ich nicht mit selbiger Leichtigkeit in eine vollkommen fremde Welt eintauchen kann. Plötzlich blickt er mich schweigend an. Kalt grinsend, den Kragen seines kohlenschwarzen Mantels aufgestellt, wirkt er zwischen all den kleinen Chinesen wie der Bösewicht eines Films, der sein schwächliches Opfer durch seinen diabolischen Plan rennen lässt und wie eine Figur auf dem Schachbrett unter Kontrolle hat.

Im Aufzug lächel ich verlegen, doch seine Augen die mich im Spiegel betrachten wirken noch böser und so wende ich meinen blick erschrocken ab und starre auf den Boden. Ich schlucke als wir uns der Wohnungstür nähern und suche hastig den Wohnungstürschlüssel in meiner Handtasche der einfach nicht auffindbar ist. Langsam unbemerkt hat er sich hinter mich gestellt und packt plötzlich meine Hände und hält mich Weiterlesen

Der Reiz des ungewissen

Still sitze ich auf dem Rücksitz des Wagens, meine Augen sind verbunden und so lausche ich dem kräftigen Motor, fühle wie mich die Fliehkräfte in den Kurven auf meinem Sitz in die Seite pressen, achte aufmerksam auf grollen der Reifen auf der mit Schlaglöchern und Steinchen übersäten Straße.

Der Weg ist nicht weit und doch dauert die Fahrt auf der winzigen, engen und kurvenreichen Strecke und so habe ich Zeit meine Hilflosigkeit zu fühlen, mich darin zu üben nicht zu wissen was geschehen wird und mich auf das kommende vorzubereiten.

Es ist der Abend eines warmen Sommertages vor zwei Jahren, als sich der dunkle Kombi mit den getönten Scheiben hinter denen ich sitze,  langsam seinen Weg die schmale Waldstraße hinauf bahnt. Wir waren bei einem Freund meines Liebsten, haben Kaffee getrunken und Erdbeeren mit Sahne auf der Terrasse gegessen und den Blick weit hinaus über die Weinberge genossen.

Auf dem Rückweg fuhren wir kurz über die Autobahn, dann nahm mein Liebster eine Ausfahrt und blieb am Straßenrand stehen. Er gab mir einen schwarzen Seidenschal, ich setzte mich auf die Rückbank und verband meine Augen. Ich wusste nicht was er Weiterlesen

Ist es sicher mit einem unerfahrenen Dom zu spielen?

Auf die Frage von „Porzellanpüppchen“ aus unserer Rubrik „Ihre Fragen“ inwieweit es sinnvoll ist mit einem unerfahrenen Dom zu spielen, der sich nicht im Internet oder auf anderen Wegen über BDSM-Praktiken informiert hat.

Grundsätzlich glaube ich, dass das Kopfkino so stark sein kann, dass man keine externen Inspirationen braucht um Ideen für eine Session zu haben. Bevor man sich jedoch in eine Session wagt, sollte man ausführlich mit seinem Partner über die eigenen Vorlieben sprechen und auch die des anderen kennenlernen. Es ist wichtig, dass man die Neigungen des anderen kennt, um eine für beide schöne und aufregende Session gestalten zu können aus der beide Lust gewinnen können.

Wenn du über deine eignen Neigungen sprichst, kannst du damit deinem Freund als Inspiration dienen und ihm dabei helfen eine Session in seinem Kopf zu entwerfen die für euch beide eine tolle Erfahrung wird.

Ich glaube aber auch, dass du hinterfragen solltest wieso sich dein Freund nicht im Internet oder in anderen Quellen informieren will. Anders als über den Inhalt einer Session, den man mit genug Fantasie hervorragend im eigenen Kopf entwickeln kann, birgt das Spiel mit einem unerfahrenen und zudem noch uninformierten Dom viele Sicherheitsrisiken.

Insbesondere Bondage erfordert ein gewisses Maß an Wissen, dass man einfach von anderen lernen muss. Ein von vielen unterschätztes Risiko besteht vor allem bei Weiterlesen

Wie kann ich meine Freundin langsam an das Thema BDSM heranführen?

Antwort auf die Frage unseres Lesers Martin, wie man seinen Partner an das Thema BDSM heranführen kann ohne ihn zu überrumpeln.

Ich habe selbst schon mehrere Male an dem Punkt gestanden, dass ich eine Partnerin hatte, die zwar in ihrer Fantasie eine Neigung zu BDSM Praktiken besessen, diese jedoch bisher noch nie ausgelebt hat. Gerade für devot veranlagte Frauen ist es oft ein großer Schritt der mit vielen Unsicherheiten über das eigene Empfinden verbunden ist und das macht es wichtig sich der Sache behutsam zu nähern.

Ich glaube persönlich, dass es keinen Sinn macht, einem Menschen zu BDSM Praktiken überreden zu wollen, er selbst keine Neigung dazu hat. Unsere Vorlieben und Interessen unterscheiden sich so stark von gewöhnlichen sexuellen Praktiken das man genauso gut versuchen könnte einen hetero zu homosexuellen Praktiken zu überreden.

Hat man jedoch das Glück, dass der Partner eben jene Fantasien teilt, sollte man sich vorsichtig vorwagen und ein wenig von den eigenen Fantasien erzählen um zu zeigen, Weiterlesen

So natürlich wie atmen

Vor einigen Tagen schrieb mir eine Freundin, die ich über unseren Blog kennengelernt habe und die sich vielen Gedanken vor ihrer ersten Session gemacht hat, nach selbiger das es sich so natürlich wie atmen angefühlt habe.

Mich tat das sehr bewegt und ich habe darüber nachgedacht wie ich mich selbst vor dieser Entscheidung gefühlt habe. Wie erleichternd es war, es gewagt zu haben und wie sehr es mich verändert hat.

Ich weiß nicht wie sich ein männlicher Sub fühlt, aber als Frau ist es eine gewaltige Entscheidung sich einem Mann zu unterwerfen und ich war mir vollkommen unsicher ob es wirklich das richtige sein kann. Ich war mich unsicher ob das mein Weg ist, ob ich damit zurechtkommen werde und mir selbst weiter im Spiegel in die Augen sehen kann wenn ich es getan habe. Es wiederspricht allem was ich gelernt hatte – ich sollte stark und emanzipiert sein und mir nichts befehlen lassen.

Mein innerliches Verlangen wiedersprach allem was mir vorgelebt wurde, was ich lernte und was die Gesellschaft von mir erwartete. Ich war zerrissen zwischen meine geheimen Wünschen und den gleichzeitig in mir vorhanden Vorstellungen wie mein Leben verlaufen sollte.

Ich versuchte meine Neigung zu verdrängen, normaler zu sein als die normalen und doch konnte ich den unbändigen Wunsch nach etwas anderem der tief in meinem Herzen Weiterlesen

Die Tüte des Grauens

Es ist später Nachmittag, ich stehe unter der Dusche und frage mich, was mein Herr bloß entsetzliches mit dem schrecklich peinlichen Foto von mir vorhat, dass er mir eben zeigte. Ich lasse mir das warme Wasser auf den Kopf plätschern und denke über unzählige Horrorvorstellungen nach, die durch meinen Kopf geistern. Nervös trockne ich mich ab, ziehe mich an und denke darüber nach wie entsetzlich der Abend werden könnte.

Ziemlich klein fühle ich mich, als ich vor meinem Liebsten stehe. Auf dem Tisch vor mir liegen die Fotos mit dem Bild nach unten, so dass ich nur die weiße Rückseite sehen kann. Mein Herr sagt, dass es einhundert Mal das gleiche Foto sei und dass ich es heute den ganzen Abend bei mir tragen müsse.

Mein Herr reicht mir eine fragile braune Papiertüte und erklärt mir, dass ich die Fotos in die Tüte packen und den ganzen Abend tragen muss. Äußerst wiederwillig halte ich die Tüte auf und mein Liebster legt die Fotos hinein. Er greift nach dem obersten, hält mir noch einmal das peinliche Foto vor die Nase, faltet es einmal und steckt es dann in seine Hemdtasche.

Mit Unbehagen verschließe ich die braune Papiertüte und hoffe innerlich, dass mein Herr Weiterlesen

Eure Meinung ist gefragt!

Liebe Leser, ich möchte mich heute mit der Bitte an euch wenden mir bei einer Überlegung zu helfen, die sich durch mehrere Kommentare und E-Mails in den letzten Wochen gebildet hat.

Als wir uns entschlossen haben diesen Blog zu schreiben, da mit dem Hintergedanken, die Art wie wir leben, was wir tun – unsere Neigung – den Menschen, die sie nicht mit uns teilen oder in denen sie im geheimen schlummert, verständlicher zu machen.

Nach einigen Monaten mussten wir zunehmend einsehen, dass wir mit unserem Blog primär Menschen ansprechen die sich für das Thema BDSM interessieren. Die, genau wie wir, ihre Fantasien ausleben oder aber von den Dingen träumen und sich nicht trauen sie in die Realität umzusetzen.

Dennoch lebt in mir weiter der Wunsch, die Art wie wir leben einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen, dass meine Neigung weder verrückt noch behandlungsbedürftig ist. Dass ich sie vielmehr als Geschenk ansehe, als etwas was Weiterlesen

In der Falle

Meine Beine sind an das Bettgestell gefesselt, ich sitz im Bett und meine Arme sind schmerzhaft hinter meinem Rücken an das Bett gebunden. Ich kann mich weder vor noch zurück bewegen, nicht zur Seite, jede Bewegung tut weh. Schmerzhaft halten mich meine Fesseln in Position.

Mein Herr steht vor mir, fies grinst er mich an. Argwöhnisch, böse über seinen fiesen Streich sehe ich ihn giftig und doch hilflos gefangen an. Ich kann sein grinsen nicht mehr ertragen und wende mein Gesicht ab. Meine Haare verdecken das zornige Funkeln in meinen Augen. High vor Schmerz, vor Erleichterung als der sich nach seinem gemeinen Scherz zu erkennen gibt, sitze ich unfähig mich zu wehren in meinem Bett.

Verhöhnend lacht mein Herr über meinen trotzigen Versuch mein Gesicht vor ihm zu verstecken. Langsam kommt er auf mich zu und zwingt mich mit festem Griff in meine Haare ihn anzusehen. Hilflos muss ich mit ansehen wie er beginnt ein Seil in meinen Weiterlesen

Ausweglosigkeit

Donnerstag komme ich von der Arbeit nach Hause und beim öffnen des Briefkastens fällt mir ein schwerer brauner Umschlag vor die Füße. Während ich die Treppe hinaufgehe versuche ich den Inhalt zu erfühlen, doch er ist gut gedämmt und ich bin mir erst ganz sicher, dass er von meinem Liebsten ist, als ich ihn öffne und mich drei paar Handschellen anlächeln.

Eilig öffne ich meine Tür, verschließe sie schnell und widme mich dem Inhalt des Briefs. Ich holte die Handschellen aus dem Umschlag und suche, ob nicht irgendwo ein Zettelchen mit Anweisungen steckt. Nichts. Ich setze mich und untersuche den Umschlag ganz genau, ob nicht irgendwo eine Nachricht finden kann, ich reiße vorsichtig die Plastikpolsterfolie aus dem Umschlag und sehe mir die Innenseite ganz genau an.

Ein breites Grinsen zieht über mein Gesicht als ich in der hintersten Ecke des Briefes eine winzige Nachricht entdecke. Der weiße Fleck ist nicht größer als ein Fingernagel, in winziger Schrift gedruckt, so dass sich meine Augen anstrengen müssen um die Nachricht zu entziffern.

Morgen wenn ich eine SMS von meinen Herrn bekomme, muss ich mich Nackt an mein Bett fesseln. Jeweils ein Bein an einen Bettpfosten und meine Hände hinter den Rücken.

Ich lege den Brief bei Seite und überlege, was er wohl gemeines mit mir vorhat.

Freitagnachmittag kann ich es nicht erwarten, dass mich die Uhr endlich von der Arbeit entlässt. Eilig fahre ich nach Hause, sauge noch einmal die Wohnung, flitze mit dem Weiterlesen