Shanghai ganz voller Blubberblasen

Der Morgen des zweiten Besuchstags meines Liebsten in meiner neuen Heimat bricht an. Es ist Freitag, langsam wird es hell doch die Zeitumstellung und der Jetlag lasten noch auf ihm und so stehe ich leise auf und schleiche mich zur Arbeit. Der Weg zum Aufzug ist schwer und ich würde mich am liebsten sofort wieder an die Seite meines Liebsten kuscheln den ich seit über einem Monat nicht gesehen habe. Die Aufzugstür öffnet sich und meine chinesischen Nachbarn, gehetzt wie immer, blicken mich vorwurfsvoll an, so dass ich mich beeile und wir wenig später gemeinsam in die Tiefe rauschen.

Ich denke ununterbrochen daran aus dem Büro zu stürmen, dass Meeting das ich leite nehme ich nur am Rande wahr und beeile mich zurück zu meiner Wohnung zu kommen. Leise öffne ich die Tür, ich will meinen Liebsten nicht wecken falls er noch schlafen sollte, ich schleiche mich zum Schlafzimmer und stelle entsetzt fest, dass niemand mehr da ist. Das Bett sieht vollkommen unbenutzt aus, gerade so, als sei der gestrige Abend nur ein Traum gewesen.

Meine Handtasche plumpst vor meine Füße und ich stehe fassungslos in meinem Schlafzimmer. Hecktisch sehe ich mich um, panisch renne ich durch meine Wohnung auf der Suche nach einem Hinweis. Dann entdecke ich seinen Koffer und eine Notiz, atme tief ein und lasse mich auf das Sofa fallen.

Wenig später steht mein Liebster mit einer großen Tasche vor der Tür. Gespannt sehe ich in an und kann es nicht fassen, als wir meine Gefriertruhe mit unzähligen Tiefkühlbrezeln füllen. Während ich die letzen Brezeln in die Gefriertruhe stopfe und darüber nachdenke, wo er bloß in wenigen Stunden die Brezeln aufgetrieben hat, während ich mich seit einem Monat mehr schlecht als recht mit Weißbrot quäle und am verzweifeln bin, grinst er mich mit verschränkten Armen an. Kommt langsam auf mich zu und während er mich küsst, spüre ich seine Hand in meinen Haaren, ich schließe die Augen und genieße den Moment.

Ich blicke ihn an und sehe wie sein Grinsen langsam gemeiner wird. Ich fühle wie seine Hände beginnen mich fest zu umschließen und mit einem Satz nimmt er mich über seine Schulter. Während wir und Richtung Bad bewegen, bekomme ich keinen Klaps auf den Po und stehe Sekundenbruchteile später wieder auf meinen Füßen.

Ich kann hinter meinem Herrn die mit Wasser gefüllte Badewanne sehen und während ich darüber nachdenke was er schreckliches vorhat, packt er mich im Nacken und zwingt mich gebückt meine Schuhe und Hose auszuziehen. Er reißt mich an den Haaren zurück in die Höhe, meine vor Schmerzen tränenden Augen blicken in das strenge finstere Gesicht meines Herrn. Er kommt einen festen Schritt auf mich zu, so dass ich erschrecke als seine Arme nach mir packen und meine Bluse in zwei reißen, dass die Knöpfe wild um uns fliegen.

Sein Grinsen wird noch wesentlich fieses. Ich funkel ihn böse an und ziehe die Stofffetzen aus. Ich sehe ihn herausfordernd an während ich die Reste der Bluse in sein Gesicht werfe. Langsam zieht er die weiße Bluse von seinem Kopf und murmelt dabei leise, so dass ich meine Tat augenblicklich bereue. Er schweigt, langsam wandern seine Augen von meinen Beinen meinen Körper entlang bis wir uns in die Augen starren. Einen ewigen Moment bis ich unterwürfig den Blick senke.

Ganz langsam kommt er auf mich zu, die Bluse gleitet langsam durch seine Hand und dann legt er sie behutsam über meinen Kopf, so dass ich nur noch ganz wenig hindurchsehen kann. Ich bleibe ruhig stehen, ich fühle wie die Augen meines Herrn mich überwachen. Ich höre wie er den Gürtel seiner Hose öffnet und rechne jeden Moment mit einem festen Schlag. Ich lausche aufmerksam und höre das Knistern einer Plastiktüte. Dann plötzlich beginnt ein lautes Rauschen und Millisekunden später packt mich mein Herr und presst mich in das tobende Wasser der Badewanne. Panisch greife ich um mich, meine Augen blickten entsetzt in das tosende, wild und böse schäumende Wasser der Wanne.

Mein Herr nimmt mich – inmitten des wie verrückt kochenden Wassers, dass mehr an einen riesigen Topf Salzsäure erinnert als an eine Badewanne. Er gibt mir einen Kuss und presst mein Gesicht unter Wasser. Ich spüre das Perlen, das weiß gefärbte Wasser um uns  herum beruhigt sich nur ganz langsam und ich bin meines Herr willige Sklavin. Meine nassen Haare fliegen in sein Gesicht während ich oben bin. Langsam wird das Wasser wieder ruhig und klar während wir zu unserem Höhepunkt kommen.

Mein Herr lässt einen Kopf einen Moment auf meine Brust sinken bevor er aufsteht. Streift sein  zerrissenes vor Wasser triefendes Hemd ab und wir müssen beide grinsen. Er beugt sich vor, gibt mir einen Kuss und hebt mich aus der Wanne.

Er steht vor mir, der Boden des Bades ist vor lauter übergelaufenem Wasser am schwimmen. Wir stehen einem Moment schweigend und mit breitem Lächeln voreinander. Dann fassen seine Hände meinen Hintern und er presst sich ganz dich an sich. Ich lege die Beine um seine Hüfte, meine Arme um seinen Hals und wir Küssen uns während wir unter der Dusche die Reste der Calcium-Brausetabletten von uns waschen.

2 Gedanken zu „Shanghai ganz voller Blubberblasen

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